Zeus geht wieder los

Am Niederrhein..  Heute geht es wieder los. Das Zeus-Projekt – Zeitung und Schule – startet und auch aus den Städten Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn sind wieder etliche Klassen aus den weiterführenden Schulen dabei. Insgesamt sind es 50 Klassen an 17 Schulen. Sieben Wochen lang, bis zum 27. März, werden sich die Nachwuchs-Reporter mit journalistischen Inhalten befassen, die Themen aus der Tageszeitung von vorne nach hinten besprechen, von links nach rechts drehen und sich an der Erstellung eigener Artikel versuchen. Dabei lernen sie, die verschiedenen journalistischen Darstellungsformen zu unterscheiden und anzuwenden.

Selbst aktiv werden

Damit die Klassen während des Projektzeitraumes nicht im luftleeren Raum stehen, werden sie in dieser Zeit mit unserer Zeitung beliefert. Zunächst gibt es für die ersten zwei Wochen sechs Exemplare pro Klasse, dann vier Wochen lang komplette Klassensätze und mit Ausklingen der heißen Phase in der letzten Projekt-Woche wieder pro Klasse sechs Zeitungen.

Betreut werden die teilnehmenden Klassen von unserem jungen Zeus-Team. Für die Schüler aus Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn sind Julia Wolf und Britta Prasse die Ansprechpartnerinnen. Die beiden Volontärinnen stehen schon jetzt begeistert in den Startlöchern.

„Ich bin gespannt auf die Ideen der Schüler. Was für Themen sie aussuchen und aufbereiten“, sagt Julia Wolf. Und weiter: „Ich freue mich, dabei zu sein, wenn Schüler Zeitung machen. Hoffentlich sind die Schüler mutig und trauen sich, ihre Geschichten nach ihrem Geschmack zu erzählen. In ihren jugendlichen Ideen steckt sicher eine Menge Kraft.“

Auch Britta Prasse fordert die Nachwuchs-Reporter auf, sich einzubringen. Und die junge Volontärin spricht die Schüler auch direkt an: „Zeitung ist doch langweilig im Vergleich zu Internet und TV? Von wegen! Du kannst mitreden, was in deiner Zeitung stehen soll. Deine Stimme für deine Stadt. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit.“

Tanja Weymann, Lehrerin am Moerser Gymnasium in den Filder Benden, kennt das Projekt gut. Die Schule gehört zu jenen, die schon seit vielen Jahren bei Zeus mitmachen. Den Schulen sei es wichtig, dass der Bezug von Schülern zur Zeitung wiederhergestellt werde, sagt Tanja Weymann, insbesondere, weil heutzutage vieles im Internet nachgelesen werden könne.

Die Lehrerin weiß auch, dass bei den Schülern der achten Klassen oft nationale und internationale Stars und Sternchen wichtiger sind als lokale Themen, die fundiert in der Tageszeitung aufbereitet sind. Aber gleichwohl werden doch erste Berührungspunkte geschaffen, so dass die Schüler später, als Erwachsene, einen besseren Zugang zur Zeitung bekommen.

12 000 Schüler sind dabei

Und schließlich bleibt es beim Zeus-Projekt nicht bei der bloßen Theorie. Dadurch unterscheidet sich das Projekt vom „normalen“ Unterricht. Die Schüler machen sich selbst auf die Suche nach Themen, die sie interessieren und über die sie schreiben wollen. Das kann Sport sein, Musik, Mode und dergleichen mehr. Die Zeus-Artikel werden während der Projektlaufzeit auf den Zeus-Seiten in unserer Zeitung und auf www.zeusteam.de veröffentlicht. Dazu gibt es auf der Internetseite des Zeus-Teams ein spezielles Schreibtool.

Insgesamt beteiligen sich am Zeus-Projekt in diesem Frühjahr 181 Schulen mit 477 Klassen. Das sind rund 12 500 Schülerinnen und Schüler.