Xantens Bahnhof wird zum Schandfleck

Xanten..  Der Bahnhof entwickelt sich zum Schandfleck. „Wir sind von Bürgern auf die Situation aufmerksam gemacht worden“, erklärte Petra Strenk in der Bezirksausschusssitzung den Antrag der CDU auf Reinigung und Überholung städtischer Einrichtungen im Bahnhofsbereich. Anlass für den Ärger der Bürger ist der 2004 errichtete Fahrradunterstand, den offensichtlich Anwohner als Mülldepot zweckentfremden.

Daneben gibt es ein weiteres Problem. „Nicht alle Flächen dort gehören der Stadt, einige der Bahn, und die sehen eigentlich noch schlimmer aus“, so die Stadtverordnete. Niklas Franke bestätigt das, sagt aber auch: „Die Bahn ist ein ganz schwieriger Partner.“ Was den Müll im Bereich der Fahrradboxen betrifft, rät der Technische Dezernent der Domstadt zur Besonnenheit: „Die Müllcontainer sind uns auch ein Dorn im Auge, aber sie einfach wegzustellen, würde den Unmut der Anwohner nach sich ziehen.“ Nach einstimmigem Beschluss soll der Bereich noch in diesem Jahr gesäubert und renoviert werden.

Auch auf der Tagesordnung: „Wohnbebauung Hochbruch“. Bereits im Dezember hatte der Rat die erneute Offenlage beschlossen. Der Bezirksausschuss sollte das zur Kenntnis nehmen. Ein Umstand, der Peter Hilbig (FBI) auf die Palme brachte: „Das belegt, dass wir mit dem Bezirksausschuss zu wenig tagen. Wir sind für den Bürger da. Es ist eine Farce, dass wir Anträge vorgelegt bekommen, die längst entschieden sind.“

Das Argument von Richard Lipp (Die Linke), der Verzicht auf eine Unterkellerung der Häuser würde das Grundwasserproblem entschärfen, konterte Niklas Franke: „Laut Gutachter wirken sich die Keller nicht auf die Fließrichtung des Grundwassers aus.“

Zu Diskussionen führte auch der Vorschlag der CDU-Fraktion, Motorradfahrern in den Sommermonaten an Sonn- und Feiertagen Parkplätze in der Innenstadt, beispielsweise auf dem kleinen Markt, zu reservieren. „Im Sommer kommen 200 Motorradfahrer täglich in die Stadt, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, argumentierte Werner Fellmann (SPD).

Peter Hilbig schlug vor, Parkflächen an der Caritas-Kleiderausgabe in der Klever Straße oder am „Mäuseturm“ auszuweisen. „Beim Vorschlag der Verwaltung fallen auf dem Markt sieben Parkplätze für Pkw weg, das ist eine Menge“, stimmte Herbert Dissen indirekt zu.