Xantener hilft Erdbebenopfern

Nach dem Erdbeben in Nepal suchen Helfer der Hilfsorganisation I.S.A.R. nach Überlebenden.
Nach dem Erdbeben in Nepal suchen Helfer der Hilfsorganisation I.S.A.R. nach Überlebenden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Für die Hilfsorganisation ISAR Germany ist Mark Rösen aus Xanten mit einem Team aus 52 Helfern im Distrikt Gorkha. Dort sollen Überlebende aus den Trümmern geborgen und medizinisch versorgt werden

Xanten/Kathmandu..  Menschen in Angst, die sich nicht zurück in ihre Häuser trauen, völlig zerstörte Tempel, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude. Ein Bild der Verwüstung bot sich den Helfern von ISAR Germany am Dienstag bei ihrer Ankunft in Nepals Hauptstadt Kathmandu, nur wenige Tage nach dem schweren Erdbeben in einem der ärmsten Länder der Welt.

Zu den 52 ehrenamtlichen Rettern – Feuerwehrleuten, Ärzten, Sanitätern, Bergungsexperten und Spezialisten zur Ortung Verschütteter – aus ganz Deutschland und dem Kreis Wesel gehört auch der Xantener Mark Rösen.

Als Sprecher und Mitglied des Managementteams ist er für die Koordination des ISAR-Teams vor Ort zuständig. Das ist einen Tag nach der Ankunft in Kathmandu unterwegs in den Distrikt Gorkha, rund 70 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Sechs Stunden sind für diese Fahrt eingeplant – die Straßen sind zum Teil mit Trümmern verschüttet und voll von Menschen auf der Flucht. Immer wieder bricht die Handyverbindung ab, im Himalaya-Gebirge gibt es kaum Empfang.

Deshalb erzählt Simon Pake, der als Sprecher für ISAR Germany auch Kontakt mit den Helfern in Nepal hält, was er weiß: „In Gorkha ist mit größeren Zerstörungen zu rechnen, da das Epizentrum des Bebens nur sieben Kilometer entfernt davon lag.“ 270 000 Menschen leben in dem Distrikt – „wir hoffen, dass unser Team dort Überlebende orten und aus den Trümmern retten kann“. Neben der Spezialtechnik zur Ortung sollen auch sieben Rettungshundeführer dabei helfen, Verschüttete zu finden. Zudem sei die ohnehin schlechte medizinische Infrastruktur in Nepal zerstört. Daher gehört zu den 15 Tonnen Hilfsgütern auch ein kompletter Behandlungsplatz, mit dem die Ersthelfer Verletzte intensiv medizinisch versorgen können.

Zwischen zehn und zwölf Tagen soll der Einsatz des ehrenamtlichen ISAR-Teams in Nepal dauern. „Das medizinische Team hat die Möglichkeit die Menschen vor Ort zwischen 14 und 16 Tagen zu versorgen“, erklärt Pake.