Das aktuelle Wetter Rheinberg 14°C
Nachrichten aus...

Wo die Ehe ein Glücksspiel ist

27.01.2008 | 21:25 Uhr

KARNEVAL II. Die KAB Alpen machte aus dem pädagogischen Zentrum eine närrische Hochburg. Mit Tanz, Büttenreden und Co.

ALPEN. Das sonst eher nüchterne Forum des Alpener Schulzentrums kommt an diesem Abend in den tollsten Farben daher. In tagelanger Arbeit wurde es für die Büttensitzung der Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Alpen geschmückt. Christa Siemes und ihre Crew hatten alle Hände voll zu tun. Zwei Farben dominierten: Rot-Weiß wie die Tanzkostüme der zwölf Tänzerinnen der Kleinen Garde. Die wirbelten zu Anfang der Sitzung über die Bühne. Unschwer konnte man an den Anfeuerungsrufen erkennen, wo im Saal die Mütter der kleinen Wirbelwinde saßen. Da war der Elferrat unter Präsident Gerd Verhalen begeistert, bedankte sich bei jeder der Zwölf mit einem kleinen Geschenk.

Als Matrose kostümiert

Auch der Elferrat brachte Farbe auf die Bühne, in prächtigen Kostümen. Neu dabei war Zeremonienmeisterin Vera Weide. Es war ihr erster Auftritt, nachdem im vergangenen Jahr Theo Schmitz nach langen 24 Jahren aufgehört hatte. Das würdigte der Präsident mit einem Orden.

"Das hat der alles für ein' Appel und ein Ei gemacht." In der Tüte, die dieser, ungewohnt als Matrose kostümiert, bekam, waren dann auch ein Apfel und ein Ei.

Schmitz, mehr als ein Viertel Jahrhundert auch Elferratsmitglied, wurde mit dem närrischen Gruß der Alpener Narren "Mokum mäk met" entlassen. Damit hatte gleich zu Anfang der Sitzung Präsident Verhalten die Stimmung im Saal angefeuert. "Montag ist der Alltag wieder grau", bemerkte er und forderte die Besucher auf: "Lasst uns daher zusammen singen und lachen."

Vorbei an der Bank, darauf zwei lebensgroße Kinderpuppen vor der Alpener Kulisse, als Schattenriss an die Wand gemalt, beide Kirchtürme ragten hoch empor, ging's dann mit der ersten "Bütt" los.

Ihren ersten Auftritt in Alpen hatten zwei Hamminkelner: Dirk van Rheinberg und Bernd Schneider. Als "zwei Tratschweiber" kamen sie, packten Kuchen, Kaffee und eine Flasche Likör aus. Für manchen Lacher sorgten sie, sparten auch Bürgermeister Thomas Ahls nicht aus, den sie mit einem platten Witz unterhalb der Gürtellinie bedachten.

Ein neues Gesicht

Als "Glücksspieler", neues Gesicht auf Alpens Bühne, trat Siggi Schaffrick auf. Für ihn war die Ehe ein Glückspiel: Seine Frau gewann er beim Pokern, verlor sie so später auch wieder. Sascha Angenendt und Christian Wedeking widmeten sich der "Ersten Hilfe", der eine als Arzt, der andere sein Patient.

Alpens Prominenz mischte kräftig mit: Ortsvorsteherin Karin von der Horst ging als "Hobbygärtnerin" auf die Bühne, erzählte vom Gartenleben. Bürgermeister Thomas Ahls brachte mit seinen "Veen Colonias" - einer Gruppe bestehend aus vier Musikern - die Narren im Saal in Schwung. Mit ihren köllschen Karnevalsliedern heizten sie die Stimmung gewaltig auf.

Für Lachsalven sorgte ein Männerballett. Die Neukirchen-Vluyner Blau-Weiße Funken verulkten als "Schüppen-Deels" den Balletttanz und rissen die Alpener von den Stühlen.

Dass es auch eleganter geht, zeigten die vier Tanzgarden der KAB. Für jede Altersklasse gibt es eine - Jugendarbeit übers Jahr inklusive.

Neben den Kleinen tanzten die A.L.P. Stars, die Allen Dees und die Bluebirds. Eine Gastrolle spielten noch die Veener Hüpfdohlen.

PETER BUSSMANN

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1500777/create

Aktuelle Fotos und Videos
JRK-Supercamp
Bildgalerie
FREIZEIT
Unwetter am Niederrhein
Bildgalerie
Wetter
Drachen und Gaukler
Bildgalerie
Fotostrecke
600 Jahr Feier
Bildgalerie
Amplonius
Aus dem Ressort
Schöne Grüße nach Dnjepropetrowsk
Radtour-Serie
Der letzte Teil der Fußballplätze-Tour führt 60 Kilometer von Millingen in den hohen Norden zum Klever Bresserberg, der schon glorreichere Zeiten erlebt hat.
Dabei sein ist alles
Sport
Es muss ein Gefühl wie Weihnachten gewesen sein. Oder sogar noch schöner. Der Moment, als Jan Mätzkow auf das Siegertreppchen stieg. Nicht bis nach ganz oben, aber das lässt den jungen Mann kalt.