Wildwuchs in Rheinberg-Budberg ärgert die Nachbarn

Probleme mit Unkraut gibt es in Budberg in der Straße Am Busch.
Probleme mit Unkraut gibt es in Budberg in der Straße Am Busch.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Schön, wenn alles grünt und blüht. Aber es gibt auch Gewächse, die sorgen bei den Nachbarn für Unmut – und bei der Stadt ebenfalls.

Rheinberg-Budberg..  Hildegard Dislich ist sauer – richtig sauer. Schon seit längerer Zeit guckt sie, wenn sie aus ihren zur Straße Am Busch gelegenen Fenstern herausschaut, auf ein Grundstück, auf dem es schön wächst. So schön, dass die Tannen über die Trennwand zwischen Bürgersteig und Grundstück herüberwuchern.

Auch auf dem Gehweg sieht es aus, als bereite man sich auf die Teilnahme an einem Wettbewerb „Unsere Straße soll grüner werden“ vor. Nicht nur dort, wo die Grundstücksmauer an den Gehweg stößt, gibt es sehr viel Grün, sondern auch Richtung Bordstein hin – und im Rinnstein.

Dislich bringt das auf die Palme: „Das schreit zum Himmel!“, sagt sie. „Wir wohnen jetzt bereits im 41. Jahr hier. Früher war das immer sehr gepflegt, in der gesamten Straße. Aber jetzt ist das eine richtig verkommene Ecke. Das sieht alles andere als schön aus mit dem Unkraut!“

Blumen an der Straße pflücken

Mit Sarkasmus versucht sie, der Situation etwas Positives abzugewinnen. „Den Blumenstrauß kann man sich jetzt an der Straße pflücken – dafür muss man nicht mehr in ein Blumengeschäft gehen.“ Aber ihre Grundstimmung ist schon: Ärger. „Wenn die Disteln anfangen zu blühen, dann kommen die Samen überall hin und dann haben die Nachbarn die auch bald im Garten.“

Um die Tannen auf dem Grundstück gegenüber macht sie sich ebebfalls Sorgen. „Die wachsen über den Zaun herüber und sind letztens beim Sturm geknickt worden. Muss denn erst etwas passieren?“, fragt Dislich.

Früher sei das mit dem ehemaligen Eigentürmer alles kein Problem gewesen, aber vor einiger Zeit wurde die Immobilie verkauft. Mit dem betroffenen Nachbarn hat sie schon einmal gesprochen, aber erfolglos. Deswegen hatte sie vor einiger Zeit die Stadtverwaltung eingeschaltet.

Elke Lasnig, Sachgebietsleiterin der Tiefbauverwaltung bei der Stadt Rheinberg, kümmert sich um den Fall. „Wir haben mehrfach an den Eigentümer geschrieben, den Überwuchs zu beseitigen und den Wildwuchs zu entfernen. Er hat jetzt noch einmal eine Frist bis zum 18. Juni bekommen.“ Aber es bestehe keine unmittelbare Gefahr wegen des Zustands.

Dass der Eigentümer den Gehweg und sogar die Straße bis zur Mitte säubern müsse, sei klar geregelt. „Das ist eine Anliegerstarße, da ist diese Pflicht auf den Eigentümer übertragen. Dazu gehört zum Beispiel regelmäßiges Fegen.“

Die Schreiben an den Eigentümer seien im Lauf der Zeit „immer konkreter“ geworden. „Wir werden da auf jeden Fall am Ball bleiben“, verspricht Lasnig. Juristische Schritte sind allerdings beim derzeitigen Stand der Dinge nicht geplant.