Wie im alten Rom

Die alten Römer in Xanten.
Die alten Römer in Xanten.
Foto: WAZ FotoPool
Auch wenn „Schwerter, Brot und Spiele“ für ein Jahr aussetzt – der Archäologische Park Xanten sorgt mit seinem neuen Programm für reichlich Römer-Feeling

Xanten..  Wie wurde eigentlich im alten Rom geschmiedet? Was macht ein Knochenschnitzer? Und welche Geheimnisse verbergen sich unter der Grasnarbe? Im Archäologischen Park Xanten (APX) wird das Römische Reich auch heute noch lebendig. Der Archäologische Park hat jetzt sein Programm für das erste Halbjahr veröffentlicht – mit Mitmachaktionen vom Löffelschnitzen bis zum Brötchenbacken.

Februar, März und April sind Vortrags-Monate im APX. Am 23. Februar blickt etwa Dr. Hartwig Löhr von Xanten nach Trier und referiert um 18 Uhr im Römermuseum über Ausgrabungen in der spätrepublikanischen Befestigung auf dem Petrisberg bei Trier; am 20. April stellt Dr. Christian Maise aus Laufenburg ein Experiment zu römischen Legionärsbaracken vor.

Schmieden, weben, färben...

„Es lebe das Handwerk“ heißt es beim römischen Handwerksfest vom 1. bis zum 3. Mai. Akteure aus ganz Deutschland kommen dann, um den Besuchern in Xanten zu zeigen, wie man zur Römerzeit geschmiedet, gefärbt, gewebt und gesponnen hat, kündigt Museumspädagogin Kathrin Jaschke an. „Kaufen steht nicht im Vordergrund, sondern kostenlose Mitmachaktionen für Kinder.“ Auch ein römischer Metzger ist beim Handwerkermarkt dabei – „es gibt auch etwas zu essen“, verspricht Kathrin Jaschke.

Kulisse der neuen Veranstaltung sind die drei neu errichteten und nach römischen Vorbild eingerichteten Handwerkerhäuser, die am
1. Mai für Besucher öffnen. Dort kann man eintauchen in das alltägliche Leben der einfachen Menschen in der Colonia Ulpia Traiana und sehen, wie ein Schmied oder eine Weberin im Römischen Reich gelebt und gearbeitet haben.

Der APX-Klassiker „Schwerter, Brot und Spiele“ pausiert für ein Jahr und kommt mit seinen Legionären und Gladiatoren erst im nächsten Jahr wieder nach Xanten. „In 2015 sind wir recht zivil unterwegs“, sagt die Museumspädagogin, verspricht aber: „Das römische Handwerksfest ist ein Highlight.“ Auch die römischen Wochenenden bieten von Mai bis September abwechslungsreiche Aktionen zum Zuschauen und Mit-
machen: In den Werkstätten an der Herberge führen etwa Schuhmacher und Knochenschnitzer ihr altes Handwerk vor. „Mit Hammer und Amboss“ heißt etwa die Veranstaltung am 9. und 10 Mai, bei der Besucher zwischen 11 und 17 Uhr an beiden Tagen einem Schmied über die Schulter schauen und sogar auf seiner Werkbank Platz nehmen können, um dort selbst ein Mitbringsel für zuhause anzufertigen.

Auch eine kulinarische Zeitreise in die Antike kann man im APX machen: Am 14. Mai geht’s zwischen 11 und 17 Uhr ran an den römischen Ofen nahe der Spielplätze, um dort Brötchen zu backen.

Eine Live-Grabung können Interessierte am 28. Mai zwischen 11 und 17 Uhr verfolgen oder am selben Tag echten Persönlichkeiten der römischen Antike im Römermuseum begegnen...

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