Weihbischof trifft Orden

Xanten..  Am heutigen Samstag trifft Weihbischof Wilfried Theising in Xanten Mitglieder der Duisburger Komturei St. Viktor zu Gottesdienst und Gespräch. Die den gesamten Niederrhein umfassende Gemeinschaft ist Teil der Provinz Rheinland-Westfalen des weltweit aufgestellten Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. „Die Herren tragen lange weiße Mantelumhänge, die mit einem roten Jerusalemkreuz bestickt sind, dazu ein schwarzes Barett“, erklärt Monika Barking. Sie ist die Leiterin der Komturei St. Viktor. Frauen werden bereits seit 1888 in den Orden aufgenommen.

Die Entstehung des Ordens geht auf die im 14. Jahrhundert einsetzende Wallfahrtsbewegung zum Heiligen Grab in Jerusalem zurück. Seit 1932 trägt er den Zusatz ,Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem‘. Organisiert ist er weltweit in 58 nationalen Statthaltereien. In Deutschland gibt es 1400 Ritterinnen und Ritter, der Frauenanteil liegt bei weniger als einem Fünftel. Zwölf Prozent der deutschen Mitglieder sind Geistliche in sechs Ordensprovinzen und 38 lokalen Komtureien.

„Unsere Aufgabe ist es, die religiösen, wohltätigen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Einrichtungen der katholischen Kirche im Heiligen Land zu unterstützen“, berichtet Monika Barking. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden werde die Arbeit des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem gefördert. So helfe der Ritterorden bei Bau und Unterhalt von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Kinder- und Altenheimen, Krankenhäusern, wie dem Babyhospital in Betlehem.

Ritter werden können mindestens 25-jährige Frauen und Männer. Die Aufnahme erfolgt in einer Investiturfeier. Sie besteht aus einer feierlichen Heiligen Messe, verbunden mit dem Gelöbnis, der Übergabe der Ordensinsignien (Jerusalemkreuz) und des Ordensmantels durch den Großprior der Statthalterei sowie – für die weltlichen Ritter – mit dem Ritterschlag.