Von wegen Frühling

Gähnende Leere herrschte beim Xantener Ostermarkt.
Gähnende Leere herrschte beim Xantener Ostermarkt.
Foto: Ecker
Was wir bereits wissen
Dauerregen hielt die Besucher beim Xantener Ostermarkt fern. Einige Aussteller waren erst gar nicht gekommen, andere reisten bereits am Samstag ab. Marktleiter Manfred Albrecht improvisierte

Xanten..  Immer der Nase nach. Auf dem Xantener Ostermarkt ging es von einer Leckerei zur Nächsten. Der Brotstand lockte mit dem frischen Duft von heißem Zwiebelbrot, der Ofen qualmte noch. Hier roch man, wie richtiges Brot sein sollte. Weiter ging es Richtung Fischstand. Doch natürlich blieb der Regen das bestimmende Thema. Gähnende Leere bestimmte das Bild zwischen den Ständen, einige Aussteller waren erst gar nicht angereist. Andere fuhren bereits am Samstagabend wieder nach Hause. Bis zum Ende blieben lediglich 42 der ursprünglich angemeldeten 70 Aussteller.

Beim „Xantener Frühling“ gab es neben kulinarischen Angeboten aus eigener Produktion und aus der Region auch wieder mal die Möglichkeit Kunsthandwerk, Geschenke und Dekoration zu kaufen.

Unpassend zum Osterfest verdarb aber der Regen und graue Himmel den Händlern die Stimmung. Das war das Angebot, bunte Regenschirme zu zu kaufen, nur ein schwacher Trost. Lediglich ihre Muster erinnerten daran, dass der Frühling eigentlich Sonnenschein mitbringt.

Auch Hans-Peter Schumacher bedauerte das Wetter, er hatte sich mehr Besucher erhofft. „Hier ist es immer ganz nett, mit vielen interessierten Leuten“, berichtete der Standbetreiber und widmete sich dem nächsten kunsthandwerkinteressierten Kunden. Die meisten Besucher flüchteten wegen des Regens in die aufgebauten Zelte, stöberten in Büchern, ließen sich Filzarbeiten erklären oder beim Obsthändler etwas Vitaminreiches schmecken.

Marktleiter Manfred Albrecht zeigte Verständnis, auch wenn das sonntägliche Bild ihm Bauchschmerzen bescherte. „Teilweise kann ich es nachvollziehen, dass manche Aussteller abgereist sind. Wenn ihnen das Risiko zu groß ist, kann ich nicht sagen, sie hätten unrecht damit. Für eine „Sauerei“ hielt der Organisator aber die sehr kurzfristigen Absagen einiger Händler. „Manche Leute haben sich einen Tag vorher krankgemeldet. Veräppeln lasse ich mich nicht.“