Unternehmerfrühstück der Sparkasse am Niederrhein in Rheinberg

Vorstand Bernd Zibell (v. rechts), die Referenten Vanessa Trennert, Hanns-Walter Dahm (S-International Rhein-Ruhr) sowie Claudia Brendt von der NRW.Bank sprachen mit Firmenchefs, unter ihnen Gerardus und Michiel Aaldering.
Vorstand Bernd Zibell (v. rechts), die Referenten Vanessa Trennert, Hanns-Walter Dahm (S-International Rhein-Ruhr) sowie Claudia Brendt von der NRW.Bank sprachen mit Firmenchefs, unter ihnen Gerardus und Michiel Aaldering.
Was wir bereits wissen
Im Kamper Hof gab es wertvolle Tipps für Firmenchefs.

Rheinberg..  Der globale Handel spielt auch am Niederrhein eine immer größere Rolle. „Selbst eher kleine Mittelständler machen zunehmend Geschäfte mit ausländischen Firmen“, weiß Hanns-Walter Dahm. „Das bietet Chancen, birgt aber insbesondere für unerfahrene Unternehmer zahlreiche Risiken“, sagte der Experte für internationales Geschäft jetzt vor rund 50 interessierten Zuhörern im Saal des Kamper Hofs. „Verhandeln Sie keine Preise – verhandeln Sie Zahlungsziele“, riet Dahm den Firmenkunden der Sparkasse am Niederrhein beim Unternehmerfrühstück. „Sitzt Ihr Handelspartner beispielsweise in einem Hochzinsland, dann zahlt er möglicherweise lieber etwas mehr, aber dafür später.“

Und noch einen Tipp hatte Hanns-Walter Dahm parat: „Achten Sie ganz genau auf die Vertragsgestaltung, denn was nützt Ihnen der größte Auftrag, wenn Sie einfach nicht an Ihr Geld kommen und darüber pleite gehen?“ Das habe er als Prokurist der S-International Rhein-Ruhr leider alles schon mit ansehen müssen. Hanns-Walter Dahm: „Allein mit deutscher Qualität und Zuverlässigkeit ist es beim Außenhandel nicht getan.“ Genauso wichtig sei es, Zahlungen abzusichern, Kursschwankungen einzukalkulieren sowie ein aktives Forderungs- und Liquiditätsmanagement zu betreiben. „Die Sparkasse am Niederrhein kann ihre Kunden international jetzt noch umfassender unterstützen“, so Vorstand Bernd Zibell, denn sein Haus sei dem Verbund von 16 Sparkassen beigetreten, der die S-International als Tochtergesellschaft betreibt. „Mit dem Know-how unserer neuen Kolleginnen und Kollegen haben wir unser Leistungsspektrum enorm erweitert.“

Die Direktorin der landeseigenen NRW.Bank, Claudia Brendt, ermunterte ihre Zuhörer, eine eher schlechte Nachricht als unternehmerische Chance zu begreifen: „Der Kreis Wesel ist zur strukturschwachen Region erklärt worden. Für den Mittelstand bedeutet das: Sie können nennenswerte Fördergelder beantragen.“ Zielgruppe des Zuschussprogramms sind kleine bis mittlere Firmen, die betriebliche Investitionen über 150 000 Euro planen und zudem neue Arbeitsplätze schaffen oder zumindest erhalten wollen. Mit Blick auf das komplexe Antragsverfahren riet Claudia Brendt: „Sprechen Sie Ihr Vorhaben doch einfach mal mit Ihrem Sparkassenberater durch. Der Weg durch den Förderdschungel lohnt sich.“