Unfassbar schön

Sonsbeck..  Erleichterung und Freude nach dem verregneten Vorjahr herrschte beim Heimatvereins-Vorsitzenden Karl van Huet und seinen 38 aktiven Mitstreitern am Vatertag. „So musset sein“, lautete sein knapper, aber zutreffender Kommentar angesichts einer vollbesetzten Lichtung bei strahlendem Sonnenschein und langen Schlangen an der Frühstückstheke.

Dort konnte man sich auf runden Holzbrettern alles an Brötchen, Brot und Belag aller Art plus heißem Kaffee mitnehmen, was das Herz für gut 500 Frühstücksportionen begehrte. Der Bläserchor Hegering Sonsbeck sorgte dabei für das passende Musikflair.

Bereits früh um acht Uhr waren die Ersten auf den Platz geströmt. „Ich war schon hier, da war ich so alt wie mein Junge heute“, packte der Sonsbecker Georg Lenzen am Auto die Utensilien für Großmutter, Ehefrau und die drei Kinder Jakob (9), Robert(6) und Emilia (2) ein. Ein besonderes „Zubehör“ hatte Wofgang Schoofs aus Sonsbeck mitgebracht. „Ich krieg von meiner Mutter zum Vatertag immer einen Underberg für den Wald.“

Neben den „Einheimischen“ waren viele Auswärtige zum Essen, Klönen, Genießen gekommen. Die zehnköpfige Rheinberger „Sechs Giebel“-Nachbarschaft hatte sich zwei Tische zusammengestellt. „Unfassbar schön“, so Claudia Meier zur Stimmung. Die ADFC-Gruppen aus Duisburg, Moers, Kamp-Lintfort, Xanten und Wesel waren in einer Art Sternfahrt mit ihren Rädern von oder durch die verschiedenen Ortschaften hindurch bis nach Sonsbeck gefahren. „Wir kommen – egal bei welchem Wetter“, unterstrich die Weseler Ortsgruppensprecherin Renate Müller.

Einige hatte sich extra eigene Tische oder Decken mitgenommen. „„Es ist alles ungezwungen, alles Gleichgesinnte“, zählte Elke Urbanczyk aus Kalkar-Wissel die Vorzüge dieses besonderen Frühstücks am Boden auf – und bekam vom Nachbartisch zwei Minitomaten zugeworfen.

Und der Sonsbecker Bürgermeister Heiko Schmidt wurde mit seiner Frau und den Eltern vom ältesten Heimatvereinsmitglied Helmut Heistermann mit einem Gedicht und kleinen Waldzwergen in Grün, darunter auch Schmidts eigene Tochter, „überrascht“. Die Kinder verteilten dann unter den anwesenden Kindern Süßigkeiten – und Schmidt fand es „erfreulich, dass die Mühe des Heimatvereins diesmal so belohnt worden ist“.