Und wieder eine Klage
12.08.2008 | 16:30 Uhr 2008-08-12T16:30:00+0200
Wieder muss das Amtsgericht in Sachen Hotel Rheintor verhandeln. Kein Ende in Sicht.
RHEINBERG. Im Briefkasten des Rheintor-Hotels dürften in den letzten Monaten mehr Klageschriften eingegangen sein als Anfragen für Zimmerreservierungen. Das ist aber nur eine Vermutung bezüglich der Auslastungszahlen der Hotelbetten. Fakt ist: am Dienstagvormittag hatte das Amtsgericht Rheinberg erneut in Sachen Aaldering gegen Schaffara zu verhandeln.
Zehn Minuten dauerte die Anhörung der Streitparteien durch Richter Paul Lomme, an der sowohl der niederländische Unternehmer Gerardus Aaldering und der vom selbigen unlängst gekündigten Betreiber des Hotels Rheintor, Jürgen Schaffara, anwesend waren - nebst ihrer Anwälte. Wie berichtet, weigert sich Schaffara nicht nur die Kündigung zu akzeptieren, er überweist auch keine Miete für die Benutzung des Hotels an den neuen Eigentümer Aaldering. Der Unternehmer verklagte den Hotelier bisher auf ausstehende Mietzahlung. Weil Schaffara seit dem 31. März aber de facto noch nicht einmal mehr Mieter des Hotels an der Rheinstraße ist, wird er nun auf Nutzungsentschädigung in Höhe der Miete für die Monate April und Mai verklagt. Richter Lomme wird sein Urteil dazu am 23. September sprechen. Die Klagen für die Monate Juni, Juli werden demnächst eingereicht.
Geld sah Aaldering bislang nur, wenn der Gerichtsvollzieher Schaffara einen Besuch abstattete. Das könnte die Tage wieder der Fall sein, wenn der Rechtskraftvermerk zum dreifachen Urteil des Amtsgerichts Rheinberg vom 17. Juni dieses Jahres eingegangen ist. „Wir warten jeden Tag darauf”, sagt Hans-Peter Müller, der Anwalt Aalderings. Dann muss Schaffara dem Gerichtsvollzieher glaubhaft erklären, wie er in einer sechsmonatigen Frist den austehenden Betrag von 10000 Euro aufbringen will. (niko)
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