Trödelmarkt in Vierbaum – wenn Kinder und Eltern glücklich werden

Im städtischen Kindergarten Vierbaum gab es einen Trödelmarkt.
Im städtischen Kindergarten Vierbaum gab es einen Trödelmarkt.
Foto: Alexander Florié
Was wir bereits wissen
Der Trödelmarkt im städtischen Kindergarten Vierbaum sorgt für Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

Rheinberg..  Dicht an dicht drängten sich groß und klein durch den engen Eingangsbereich des städtischen Kindergartens an der Langackerstraße. „Welche Größe ist der – 35 oder 36 ?“, fragte Alexander Baumgärtner gleich am ersten der zahlreichen Stände die Größe der Kinderschuhe nach. „Ich fahre immer von Trödelmarkt zu Trödelmarkt, um für die Kinder zu gucken“, stöberte der Neukirchen-Vluyner weiter nach schönen Kindersachen.

In den Gruppenräumen und der kleinen Turnhalle hatten sich einige Kindergarten-Eltern an kleinen Wuseltischen und Ständen platziert. „Wir organisieren so einen Trödelmarkt zweimal im Jahr – im Februar und im September“, erläuterte Elternbeirat Sandra Förster die mittlerweile seit Jahren erprobte Tradition. „Die Eltern melden sich an, verkaufen privat und versuchen ihre Sachen an den Mann zu bringen – das kommt dem Förderverein dann zugute.“

Mit dem Geld würden dann Materialien oder Busreisen mit finanziert, ergänzte Kindergärtnerin Michaela Simons. „Echt großartig“ fand sie das Engagement. Positiver Nebeneffekt des Ganzen – im Verlaufe der vier Stunden fragten einige Eltern an, die sich für die U3-Betreuung im ersten Stock interessierten.

Turkan Tas hatte von ihren Kindern alles zusammengeholt. „Die Sachen sind halt nicht mehr so ihre“, hatte der Verkauf von Lachsack, Minipantoffel und „Felix“-Buch auch was Gutes. „Man macht so andere Kinder – und Eltern – glücklich“, traf die 38-jährige die Idee des Ganzen.

Die siebenjährige Marie durfte als Kigakind gleich schon einmal das Feilschen probieren. „Die fangen in der zweiten Klasse gerade das Geldrechnen an“, erzählte ihre Mama Angie Schlosser. „Aber erst einmal hat sie das Geld ausgegeben, dass sie noch nicht eingenommen hat – ganz die Mutter“, lästerte ihr Mann Oliver. „War nur ein Buch – hat Spaß gemacht“, konterte die Jungverkäuferin selbstbewusst, wurde aber trotz Verkaufstalents den schneeweiß-großen Bären nicht los.

Einmal wieder mit Bekannten reden

Ihre Freude an dem bunten Mix aus Spielzeug, Teddys, Gesellschaftsspielen, Kleidung und anderen Utensilien hatte auch die Budbergerin Irmtraud Lößmann. „T-Shirts,Pullover und zwei Spiele“ hatte sie für die Enkel gekauft. „Und es ist eine Motivation, wieder einmal mit Bekannten zu quatschen“, fand die 64-jährige.