Tim dribbelt fast so schnell wie Messi

Alpen/Kamp-Lintfort..  Tim Burmann (12) aus Alpen ist der Superdribbler und mit Ball fast so schnell wie Lionel Messi. Der D-Jugend-Spieler der Alpener Viktoria führte beim Dribbel-Wettstreit im Rahmen des Speed4-Finales auf dem Gelände des Autovertriebs Geca Kamp-Lintforter die Lederkugel in 5,942 Sekunden ins Ziel. „Die Zeit ist schon etwas Besonderes“, sagte Veranstalter Wolfgang Paes anerkennend. Schließlich ist die Fußball-Legende Messi als bisher weltbester Superdribbler nur unwesentlich schneller als der Nachwuchskicker aus Alpen. Beim Superstar des FC Barcelona, mehrfacher Weltfußballer des Jahres, blieb die Stoppuhr nach der derselben Distanz bei 5,125 Sekunden stehen.

Wie die fünf Besten der verschiedenen Jahrgänge hat sich Superdribbler Tim Burmann mit seinem Sieg für die Regionalausscheidung qualifiziert, die im August in Köln ausgetragen wird. Da geht’s dann um die Teilnahme am Bundesfinale. Es findet im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt statt. Die Sieger gewinnen ein Treffen mit den Spielern ihres Lieblingsvereins.

Schon beim Vorentscheid auf dem Gelände von TuS Fichte Lintfort hatten an die 200 junge Fußball-Talente versucht, einen Ball so schnell wie möglich um fünf Pylone zu dribbeln. Im Finale dribbelten noch einmal 150 Nachwuchs-Kicker gegen die Uhr. Sponsor Kia stiftete Trikotsätze für alle Vereine. Beim Dribbeln auf vier parallelen Bahnen liefen Fernsehkameras mit. Ausschnitte des Wettbewerbs sind heute um 16.30 Uhr beim neuen Sender NRW-TV zu sehen.

Onur-Isa Köylü von der Grundschule am Pappelsee ist das schnellste Kind aus Kamp-Lintfort – jedenfalls auf dem Speed4-Parcours. Er durchlief er die Strecke, auf der es auf Antritt, Schnelligkeit, Wendigkeit und Reaktion ankommt, in 4,96 Sekunden. Kein Kind war an diesem Tag schneller. Schnellstes Mädchen wurde Samia Müller von der Hundertwasser-Grundschule Neukirchen-Vluyn. Die Viertklässlerin spurtete in 5,08 Sekunden ins Ziel.

Als Sieger dürfen sich allerdings auch die anderen Teilnehmer fühlen. Sie haben alle ihr Bestes gegeben. Fast 300 Mädchen und Jungen machten beim Kamp-Lintforter Speed4-Finale mit, angefeuert von Müttern, Vätern, Freunden und Geschwistern. An den Tagen vorher hatte es Vorläufe in den Grundschulen gegeben, bei denen insgesamt über 500 Kinder am Start waren.

„Immer mehr Kinder sitzen nur noch vor dem Fernseher“, sagte Wolfgang Paes, Erfinder des computergestützten Parcours. „Im Vordergrund der Speed4-Meisterschaft steht neben dem Resultat ganz klar das Erlebnis ein echten sportlichen Wettkampfes. Mit unserer Aktion wollen wir die Tür in den Sportverein und zum regelmäßigen Sporttreiben öffnen“, so Paes. Derzeit ist er mit seinem Team auf Tournee durch insgesamt 60 Städte in Deutschland. Parallel veranstaltet er die „Superdribbler“-Meisterschaft. „In den Schulen müssen wir komplett ohne Werbung auskommen“, erklärt er. „Beim Fußball-Wettbewerb arbeiten wir mit Sponsoren zusammen.“ So lasse sich das sportliche Gesamtpaket finanzieren.

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