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Tiere, Unkraut, Mikrowellen

12.02.2010 | 18:53 Uhr

Alpen-Menzelen. Machen wir uns auf die Suche nach dem Witz. Das wohl gängigste Portal im Internet spuckt unter dem Stichwort „Frauenwitze” 33 200 Einträge aus. „Männerwitze” ergibt satte 219 000 Treffer.

Machen wir uns auf die Suche nach dem Witz. Das wohl gängigste Portal im Internet spuckt unter dem Stichwort „Frauenwitze” 33 200 Einträge aus. „Männerwitze” ergibt satte 219 000 Treffer. Genug Stoff also für rund 90 Menzelener Möhnen, um beim 1. Männerwitze-Contest für so manchen Schenkelklopfer zu sorgen. Zur Beruhigung: Das Internet brauchte keine der Frauen zur Vorbereitung auf den Wettbewerb. „Männerwitze habe ich immer parat”, sollte die spätere Siegerin Tanja Monien nach dem Wettbewerb sagen.

Nun stehen vor und nach aller Komödianz zwei Märsche. Der erste beginnt um 15.11 Uhr am Marktplatz. Dort starteten die Mädchen zur Gaststätte „Zur deutsche Eiche”, um sich fix mit bunten Schnäpschen zu versorgen. Nach etwas Kaffee und ein paar Brötchen kam dann die erste Frau ans Mikro. „Wie viele Tiere braucht eine Frau? Ganz einfach: Vier sind es. Einen Nerz zum Wärmen, einen Hengst fürs Bett, einen Jaguar vor der Tür und einen Esel, der das alles bezahlt.” Gelächter und Applaus. Beides sollte am Ende nicht reichen für den 1. Platz.

Böse, kurz und gemein

Das Internet kategorisiert Männerwitze in „böse”, „kurz” und „gemein”. Die Witze der zehn Frauen waren, sagen wir mal, vielleicht etwas anzüglich, so richtig gemein eher nicht. Nächstes Beispiel: „Warum ist der Mann größer als die Frau? In der Natur überwuchert doch auch das Unkraut die Blume!”

Zu brav? Wahrscheinlich. Obwohl, der Witz der nach dem Unterschied zwischen einem Schlipsträger und einem Ochsenschwanz fragt, brachte es trotz einer gewissen Schärfe auch nicht auf mehr Applaus bei den Damen. Die Pointe: „Der Ochsenschwanz bedeckt das ganze .....loch” überzeugte nicht alle Damen im Saal.

Kommen wir zur Siegerin des Wettbewerbes. Tanja Monien hatte sich im Finale gegen zwei andere Möhnen durchgesetzt. „Eine Vertreter klingelt an der Tür. Die Frau macht auf. Der Mann möchte einen Mikrowellenherd verkaufen. Die Frau: „Nein Danke. Ich habe schon etwas, das schnell heiß wird und in 30 Sekunden fertig ist.” Donnernder Applaus. Die Frau, die immer einen Männerwitz parat hat, freut sich über ein Essen im Adlersaal.

Eine große Flasche grünes Gebräu

Die anderen witzigen Damen gingen aber nicht leer aus, auch wenn die Siegerin die größte Flasche mit einem grünlichen Gebräu mit nach Hause nehmen darf. Für alle anderen blieben kleinere Flaschen des Trunks mit dem schönen Namen „Froschschiss”. Menzelens Wappentier ist der Frosch. Unmöglich, dass der Inhalt der zahlreichen Flaschen von einem einzigen Tier stammt. Obermöhne Marina Jansen: „Das leckere Getränk besteht aus Sahne, Wodka, Joghurt, Waldmeistersirup und Vanillezucker.”

Nach den Witzen ging es ab zum zweiten Marsch. Die Damen stürmten die beiden hiesigen Banken, holten danach Prinz Ludger Bergmann ab. Beim abendlichen großen Ball amüsierten sich die Möhnen dann wieder mit ihren Herren. Und wer mit den meisten Damen tanzte, bekam ein Fass Bier zu Belohnung. „Ein bisschen was müssen wir auch für die Männer haben an einem Tag, an dem wir sie immer nur hoch nehmen.”

Daniel Cnotka

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