Telefonische Anmeldung ist möglich

Der Dienstleistungsbetrieb nimmt Anmeldungen entgegen.
Der Dienstleistungsbetrieb nimmt Anmeldungen entgegen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Neuregelung zur Anmeldung für Grünschnitt und Sperrmüll sorgte im Rat für Gesprächsstoff

Rheinberg..  Man merkt, der Wahlkampf hat begonnen. Und da kommt ein Thema wie die Müllabfuhr natürlich gerade richtig, um sich zu positionieren und Pluspunkte bei den Bürgern zu sammeln. Bei der Ratssitzung am Donnerstagabend gab es jedenfalls schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Diskussion in den kommenden Wochen bestimmen könnte.

Seit Anfang Mai kümmert sich die Stadt bekanntlich selbst um die Abfuhr von Grünschnitt und Sperrmüll -- die Bürger können den per Telefon, Postkarte oder am besten im Internet anmelden. Das Konzept käme gut an, berichtete die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach – die Resonanz der Bürger wäre schon in den ersten Tagen sehr positiv, 57 Prozent der Anmeldungen seien über das Internet erfolgt, von den insgesamt 750 Anmeldungen sind auch viele telefonisch angenommen worden. Doch gerade bei der Möglichkeit der telefonischen Anmeldung entspannte sich dann ein hitziger Dialog mit Josef Devers (CDU), der sich als Vorsitzender des DLB-Betriebsausschusses in der Pflicht sah. Denn zuletzt seien der CDU einige Bürgerbeschwerden zu Ohren gekommen. Josef Devers habe bei Rosemarie Kaltenbach deshalb angefragt, die erklärt habe, dass telefonische Anmeldungen nicht mehr möglich seien. Das bestätigte Rosemarie Kaltenbach, wobei sie der Anruf allerdings unvorbereitet getroffen habe. Die Beigeordnete betonte, es sei das Ziel, die Anrufe zu minimieren. „Sie kosten mehr Zeit und mehr Personal. Aber wenn es den Bürgern in einzelnen Fällen nicht anders möglich ist, kann er natürlich auch anrufen.“ Will heißen: Wer keinen Internetanschluss hat, der kann sich auch telefonisch melden. „Die Wahrheit ist doch, dass man keine telefonischen Anmeldungen annehmen will“, erklärte Josef Devers. Und das sei nicht bürgerfreundlich.

Grüne bringen Anträge durch

Daneben bestimmte aber in der Hauptsache das liebe Geld den übrigen Teil der Ratssitzung. Dank der erwarteten Gewerbesteuereinnahme in Höhe von 2 Millionen Euro verabschiedete der Rat den Haushalt 2015 schon früher als geplant. Jetzt muss die Verwaltung nur noch auf den Segen vom Kreis hoffen. Sportförderung, Grünpflege, Kinderhaus Fossastraße, Europaschule -- bei all dem muss in den kommenden Monaten noch Geld in die Hand genommen werden – da waren sich die Fraktionen durch die Bank einig. Die Grünen indes konnten sich freuen, dass zumindest zwei ihrer Anträge auch beschlossen wurden: 10 000 Euro aus dem Ansatz für die Instandhaltung von Wirtschaftswegen kommen nun den Radwegen zugute. Daneben fand auch die Festschreibung eines Lärmaktionsplans in Höhe von 20 000 Euro die Mehrheit von SPD, Linken und Grünen.