Stolz auf die Ossenberger Sieger
24.10.2011 | 18:58 Uhr 2011-10-24T18:58:00+0200
Kreis Wesel/Rheinberg.Sieg beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Lüttingen belegt den zweiten Platz. Den ehrenamtlichen Helfern wurde ausdrücklich gedankt.
„Die Kleinen sind das Salz in der Suppe der Gemeinden“, sangen Ossenberger Kindergartenkinder im Kreishaus Wesel zum Auftakt der Abschlussfeier des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem Ossenberg den ersten Platz und Lüttingen den zweiten Platz belegen konnten. In einem größeren Kontext könnte man die Eindrücke der Jury auch dahingehend interpretieren, dass es gerade die kleinen Dörfer sind, die den Charme des Kreises ausmachen. „Gewinner sind alle zehn Teilnehmer. Sie haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, das Profil ihres Dorfes zu schärfen und ihm somit Unverwechselbarkeit zu geben“, sagte Landrat Dr. Ansgar Müller in seiner Rede.
„Die Dörfliche Identität muss erhalten werden“
Dabei sei es gerade den Bürgern in den Vereinen zu verdanken, dass alte Traditionen wie die plattdeutsche Sprache oder das Erntedankfest lebendig bleiben und dazu beitragen, die dörflichen Identitäten zu erhalten. „Der Blick nach vorne hingegen bringt Sorgenfalten“, so Müller. „Kindermangel hat dazu geführt, dass viele Dörfer keine eigene Schule mehr haben und das geflügelte Wort ‘Die Kirche im Dorf lassen’ könnte im Zeitalter der Großkirchengemeinden eine bittere Bedeutung erlangen“, fürchtet der Landrat.
Damit beschäftigte sich Karl Caniels vom Siegerdorf Ossenberg nicht, er ist einfach nur unsagbar stolz: „Ich freue mich als Ossenberger über die Ossenberger.“ Sein Dank richtet sich im Besonderen an alle ehrenamtlichen Helfer, an Dr. Richard Rösler, Leiter der Solvaywerke, Vera Thuleweit als Ansprechpartnerin im Kulturbüro und natürlich an Rheinbergs Bürgermeister Hans Theo Mennicken, der dem Golddorf eine Spende aus dem „Präsentationssäckel“ mitgebracht hatte. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Ossenbergern nicht. Am 12. November beginnt in der Gemeinde Ense-Bremen (bei Dortmund) die erste Fachtagung, bevor es im kommenden Jahr darum geht, den Kreis Wesel beim Landeswettbewerb zu vertreten.
An diesem Abend hieß es aber auch Abschied nehmen. „Ohne den geht nichts, er ist die gute Seele“, sagt Karl Caniels über Ludger Gilsbach, der seit 1983 den Wettbewerb mitorganisiert, und nun in den Ruhestand wechselt. Nach Ansicht des Mitarbeiters der Unteren Landschaftsbehörde stand in all den Jahren für die Teilnehmer nur eines im Vordergrund: Das Allgemeinwohl.
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