Startschuss für das neue Logistikzentrum in Rheinberg

So soll das Logistikzentrum für dem Systemgastronomiedienstleister Havi aussehen.
So soll das Logistikzentrum für dem Systemgastronomiedienstleister Havi aussehen.
Was wir bereits wissen
Die Firma Havi will von Rheinberg aus ihre Kunden in der Systemgastronomie, zum Beispiel Nordsee, Vapiano und McDonalds, mit Waren versorgen.

Rheinberg..  So langsam entwickelt sich Rheinberg zu einer Logistikdrehscheibe. Ursprünglich war im Bereich der Alten Landstraße einmal eine weitere Abfüllanlage der König-Brauerei vorgesehen gewesen. Etwas mehr als 200 Arbeitsplätze sollten damals entstehen.

Heute finden sich am Eingangsbereich zur Stadt von der Autobahn 57 aus kommend jetzt schon der Onlineversandhändler Amazon und die Deutsche Post mit ihrer Pakettochter DHL. Und am Mittwoch gab es den ersten Spatenstich für das neue Logistikzentrum der Firma Havi, einem Transporteur, der ab Sommer dieses Jahres Unternehmen wie Nordsee, Vapiano und McDonalds von Rheinberg aus deutschlandweit beliefern wird.

Die ersten Erdbewegungen gab es zwar schon am Anfang der Woche (die NRZ berichtete), aber hochoffiziell wurde es erst am Mittwoch. Da nahmen nicht nur Sven Sachse, Vorsitzender der Havi-Geschäftsführung Deutschland, und Torsten Oldhues (bei Havi Deutschlandchef für das operative Geschäft), sondern auch Bürgermeister Hans-Theo Mennicken und Baudezernent Dieter Paus symbolisch den Spaten in die Hand, um den Baubeginn zu demonstrieren.

Alleine bei Havi werden ungefähr 100 Arbeitsplätze entstehen. Zusammen mit den bei Amazon und DHL ist man dann bei über 1000 an dieser Stelle angelangt – ein Vielfaches dessen, was mit der Brauereilösung entstanden wäre.

Der Bau- und Planungsausschuss zeigte sich am Mittwoch in seiner Sitzung prinzipiell begeistert über diese Ansiedlung. Aber es gab auch Anregungen, wie das Umfeld gestaltet werden könnte.

Zum Beispiel wünschte Josef Devers (CDU) eine Öffnung des neu entstehenden Parkplatzes hin zur Hubert-Underberg-Allee, um den Parkdruck dort zu mildern. Jürgen Bartsch von den Grünen machte sich Sorgen um die neu entstehenden Verkehrsströme aus allen Richtungen und den Lärm. „Hier gibt es feinen Lärmschutz im Gewerbegebiet, woanders würden wir uns den auch wünschen – es gibt sensiblere Bereiche!“

Paus deutete vorsichtig an, dass der Parkplatz auch für andere Autofahrer als die Havi-Beschäftigten genutzt werden könnte. Der Bauherr habe das signalisiert. Zum durch Havi entstehenden Verkehrslärm sagte er, es gebe 200 Lkw-Bewegungen täglich, davon 160 tagsüber. Dafür seien die Straßen und Ampeln ausgelegt: „Da sind wir auf der sicheren Seite.“

Um die Fahrzeuge sicher auf die richtigen Straßen zu lenken, überlege man, den Weg auch bei der Dis­cothek Aratta auszuschildern. „Das ist aber bisher bei Straßen NRW immer abgelehnt worden.“