Sprühattacke gegen kleine Schädlinge – DLB Rheinberg wurde aktiv

Unter anderem wurden Sträucher und Bäume an der Grundschule Grote Gert und am Spielplatz Fasanenweg/Schützenstraße besprüht.
Unter anderem wurden Sträucher und Bäume an der Grundschule Grote Gert und am Spielplatz Fasanenweg/Schützenstraße besprüht.
Foto: Peter Bußmann
Vorsorglich wurden in Rheinberg viele Eichen vor dem Eichenprozessionsspinner geschützt.

Rheinberg..  So einige Rheinberger dürften letzte Woche etwas unsanft aus dem Schlaf geholt worden sein. Eine Spezialfirma war im Auftrag des Rheinberger Dienstleistungsbetriebs (DLB) unterwegs und besprühte mit schwerem und sehr lautem Gerät Eichen im ganzen Stadtgebiet. „Es war eine prophylaktische Maßnahme gegen den Eichenprozessionsspinner“, sagt Andreas Johren vom DLB. „Eichen an sensiblen Bereichen wie Spielplätzen, Schulen oder auch an Kindergärten wurden mit einem biologischem Präparat bespritzt.“ Es sei eine vorbeugende Maßnahme, die gerade an Plätzen, wo sich viele Kinder aufhalten, verhindern soll, dass die Bäume von dem Schädling befallen werden. Denn der Eichenprozessionsspinner bereitet nicht nur den betroffenen Eichen Probleme, sondern kann auch für den Menschen und für Tiere gefährlich werden.

Gefährliche Brennhaare

Ab einem gewissen Larvenstadium besitzen die Raupen giftige Brennhaare, die bei Hautkontakt oder durch Einatmen zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Ausschlag, Augenreizungen bis hin zu Atemnot führen können. „Diese Brennhaare können regelrechte Verbrennungen hervorrufen“, so Andreas Johren. „Wesentlich schmerzhafter und unangenehmer als eine Brennnessel können die Verletzungen sein.“

Weil Kinder von Natur aus neugierig sind, wolle man durch die Maßnahme an Spielplätzen, Schulen, Kindergärten und auch Schwimmbädern verhindern, dass die Kinder mit den gefährlichen Raupen in Kontakt kommen. Daher sei die vorsorgliche Bekämpfung in solchen Bereichen die beste Lösung.

Weitere Eichen werden begutachtet

Anfang bis Mitte Juni werden Mitarbeiter des Rheinberger DLB weitere Eichen im ganzen Stadtgebiet kontrollieren. „Wenn wir an den Bäumen einen Befall feststellen, werden wir auch dort tätig“, sagt Andreas Johren. „Auch die Eichen, die jetzt besprüht wurden, werden noch mal begutachtet.“ Denn erst nach vier Wochen zeigt sich, ob das Mittel gewirkt hat und einen Befall durch den Eichenprozessionsspinner verhindert hat.

Eine gute Nachricht ist, dass zusehends weniger Befall durch den Schädling beobachtet werden kann. „Wir werden schauen, wie viele Bäume dieses Jahr betroffen sind, und dann könnte man sogar abwägen, ob im nächsten Jahr auf das Besprühen mit dem Schutzmittel verzichtet werden kann“, so Andreas Johren. „Dann könnte es reichen, die wenigen Nester, die sich in den Eichen festsetzten, abzusammeln.“