Spielzeug für Flüchtlingskinder in der Reichelsiedlung Rheinberg

Die Flüchtlingskinder freuen sich über das neue Spielzeug im Wert von 500 Euro.
Die Flüchtlingskinder freuen sich über das neue Spielzeug im Wert von 500 Euro.
Foto: Rheinberg
Bälle, Springseile, Malkreide und vieles mehr gab es jetzt für die Begegnungsstätte. 500 Euro an Spenden waren zuvor zusammen gekommen.

Rheinberg..  Eis für alle, Tüten gefüllt mit Flummis, Seifenblasen, Stiften und Blöcken: All das gab es jetzt in der Begegnungsstätte Reichelsiedlung für Flüchtlingskinder. Gefeiert wurde die Anschaffung von Spielgeräten im Wert von 500 Euro für Kinder aus Somalia, Tadschikistan, Albanien und vielen anderen Ländern.

Die ausländischen Grundschulkinder machten große Augen, als sie die beiden großen Kisten mit neuen Hula-Hoop-Reifen, Stelzen und Fußbällen in Empfang nehmen durften. Sofort probierten sie einen Großteil der Gerätschaften im Garten der Begegnungsstätte Reichelsiedlung aus. Die Gudrun-Hertel-Patenschaft am Amplonius-Gymnasium hatte die Anschaffung ermöglicht. Aus Kuchenverkäufen waren 290 Euro zusammen gekommen, die Patenschaft hatte den Betrag aus ihrem Angesparten auf 500 Euro aufgestockt.

42 Jugendliche engagieren sich

Die Stätte, die zum regelmäßigen Treffpunkt für Flüchtlingskinder geworden ist, kann die Spielzeugsachen gut gebrauchen. Jede Woche donnerstags kümmern sich hier Schüler der 11. Jahrgangsstufe um die Flüchtlinge. „Es engagieren sich hier 42 Jugendliche. Das Projekt ist sehr gut angekommen“, freut sich Lehrer Tobias Menke, der die Idee für das Projekt hatte. Von 14.30 bis 17 Uhr spielen jeweils drei oder vier Gymnasiasten mit den Kindern, malen und basteln mit ihnen, machen draußen Gruppen- und Geländespiele.

„Wir wollen nicht nur von Willkommenskultur sprechen, man muss sie auch leben“, findet der Religionslehrer. Deshalb hat sich auch die Lehrerin Dagmar-Krause-Bartsch, die die Gudrun-Hertel-Patenschaft betreut, für eine Bereitstellung von finanziellen Mitteln von Menschen in Not in der eigenen Stadt stark gemacht. Die Patenschaft besteht seit 34 Jahren, unterstützt eigentlich dauerhaft die schulische Ausbildung eines Mädchens in Äthiopien und eines Jungen in Indien. Jetzt sollen aber zusätzlich auch die Rheinberger Flüchtlinge von den finanziellen Mitteln profitieren. Unterstützt wurde der Spielzeug-Einkauf ebenso von der Spielzeugecke Schlamutzel, welche die beiden großen Kisten an Gerätschaften zusammenstellten.

Die Aktion, dass die Flüchtlingskinder einmal wöchentlich von den Schülern des Amplonius-Gymnasiums betreut werden, läuft erstmal bis zu den Sommerferien. „Wir wollen es im nächsten Schuljahr weiterführen. Ich bin mir sicher, dass sich wieder Interessenten finden“, so Menke. Die Caritas hilft bei dem Projekt ebenfalls mit. Caritas-Praktikantin Hannah Bollig übernimmt die Betreuung der Amplonius-Schüler, welche wiederum die Flüchtlingskinder betreuen, denn die Gymnasiasten sind noch minderjährig.