Sonsbeck in Flammen beim Osterfeuer

Das Osterfeuer der KLJB Sonsbeck war am Wochenende der Treffpunkt des Dorfs.
Das Osterfeuer der KLJB Sonsbeck war am Wochenende der Treffpunkt des Dorfs.
Was wir bereits wissen
Die Aktion der Sonsbecker Landjugend brachte wieder Hunderte Menschen aus der Umgebung zusammen. Das Feuer gilt als eins der größten in der Region.

Sonsbeck..  Meterhohe Flammen erhoben sich Sonntagabend auf dem Feld nahe des Rodekampsweges zum traditionelle Osterfeuer der katholischen Landjugend (KLJB) Sonsbeck. Es gilt als eines der größten in der ganzen Region.

Mit Pechfackeln und dem Osterkerzenfeuer waren acht Mitglieder der KLJB von der Kirche Maria Magdalena aus in Richtung des riesigen Holzhaufens aufgebrochen. „Das ist schon beeindruckend, wenn man damit durch die Gemeinde zieht und hier dann schon um die hundert Leute hier warten, damit es entzündet wird“, zeigte sich der 1. Vorsitzende der Landjugend, Peter Weibel, von der Resonanz auf die Veranstaltung erfreut. „Das ist eine Super-Sache, die lange Tradition und fast schon Eventcharakter hat“, freute er sich neben dem stabilen Wetterverhältnissen darüber, dass „wir von den Sonsbeckern viel Holz bekommen haben “.

An drei Tagen der vergangenen Woche hatten sich die gut 60 Helfer der Landjugend mit elf Gespannen und zwei Frontladern zum Einsammeln des Holzes aufgemacht und den riesigen Berg mit einem Teleskoplader zusammengeschoben. „Das war schon eine Menge Arbeit“, erinnerte sich Peter Weibel besonders an den Samstag, wo man fast durchgehend geschuftet hatte.

Das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen: „Das hat mich spontan an Herr der Ringe gestern im Fernsehen erinnert“, assoziierte der Sonsbecker Wolfgang Schoofs beim Anblick des hochflackernden, feurigen Naturschauspiels. „Dazu der Vollmond – ist schöner als in Mittelerde“, musste er bei dem Gedanken ein wenig schmunzeln. „Man trifft viele Bekannte. Es ist eben nur einmal im Jahr“, nannte er seine Motivation.

Für das leibliche Wohl hatten die rund 60 Helfer der Landjungend ebenfalls gesorgt – in einem Zelt konnten sich die Gäste am Grillstand mit Leckereien oder am Bierstand mit Getränken versorgen. „Heiße Typen für heiße Würste“, scherzte Markus „Motte“ Matt von der KLJB, reichte den Besuchern die Brötchen mit dazu und freute sich sicher mit den anderen Helfern auf das Beisammensein danach. „Wir sind die fleißigen Bienen“, schenkten Julia, Katrin, Marie, Lena, Andrea Sabrina und Marina hinter der Theke emsig aus.

Ein Toilettenhäuschen sorgte für die nötige Erleichterung, auf verschiedenen Bänken konnten die Besucher Platz nehmen. Einzelne hatten sogar Stockbrot mitgebracht und hielten es in die Flammen.

Die meisten genossen aber wie der stellvertretende Sonsbecker Bürgermeister Matthias Broeckmann ein Schlückchen Bier und ein Pläuschchen mit Freunden am Biertisch oder nahe des Feuers.

Dabei erinnerte er sich spontan an seine eigene Landjugend-Osterfeuerzeit: „Damals konnte man das Holz noch mit einem 50er Deutz aufschieben, das war bei weitem nicht so viel. Und danach sind wir mit dem Trecker ins E-Dry nach Geldern zum Tanzen gefahren – das war ein echter 24-Stunden-Tag.“ Und nicht nur Sonsbecker, sondern auch Gäste aus dem Umland hatten den Weg auf das Feld gefunden. „Mein Sohn ist hierhergezogen, das ist das erste Mal hier“, war der Moerser Klaus-Peter Schulte beeindruckt. „Mit der Größe des Feuers hatte ich nicht gerechnet – einfach, aber schön. Toll, was die hier auf die Beine gestellt haben.“ Am treffendsten brachte es mit Michael Niewerth aber ein „Eingeborener“ auf einen Nenner: „Geiles Wetter, nette Leute, tolles Feuer – was willst du mehr ?“