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Sieben auf einen Streich

11.03.2011 | 18:22 Uhr

Rheinberg.Auch, wenn die Aufnahmebescheide noch nicht im Briefkasten liegen, müssen sich die Eltern keine Gedanken machen. Denn alle Rheinberger Kinder bekommen an der Gemeinschaftsschule einen Platz.

Das kann Realschulleiter Norbert Giesen, Chef des Anmeldeteams für die Gemeinschaftsschule, schon jetzt sagen.

Ansonsten muss er warten. Auf das Okay aus Düsseldorf, um im kommenden Schuljahr mit sieben Eingangsklassen zu starten. Genehmigt ist die Rheinberger Gemeinschaftsschule bislang mit sechs fünften Klassen, da aber 158 Anmeldungen vorliegen, hat die Stadt in Düsseldorf die Siebenzügigkeit beantragt. Erst wenn der Bescheid bei Giesen eingetroffen ist, kann er die Aufnahmebescheide an die Eltern verschicken. Aber noch einmal: Rheinberger Eltern müssten sich keine Sorgen machen, betont Giesen, ihre Kinder würden auf jeden Fall einen Platz bekommen.

Die Rheinberger Gemeinschaftsschule ist eine von wahrscheinlich 14, die im kommenden Schuljahr in Nordrhein-Westfalen an den Start gehen. 17 waren ursprünglich genehmigt worden, aber in Bornheim und Sprockhövel hatte es zu wenig Anmeldungen gegeben. Unsicher ist laut Schulministerium auch die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Bad Honnef, dort lief das Anmeldeverfahren bis gestern. In dieser Kommune hatte es schon im vergangenen Jahr nicht für eine Verbundschule gereicht.

Lob aus dem
Schulministerium

An vielen Standorten, dazu gehört auch Rheinberg, wurden deutlich mehr Kinder angemeldet als erwartet. Das, lobt das Schulministerin in Düsseldorf, „ist der Lohn für den unermüdlichen Einsatz und den guten Willen der Beteiligten vor Ort, die die besten Bildungschancen für ihre Kinder wollen“.

An Gemeinschaftsschulen wird es deutlich kleinere Klassen geben als üblich, nämlich maximal 25 Kinder pro Klasse. Die Rheinberger hatten sechs Eingangsklassen beantragt. Da sich relativ schnell jedoch abzeichnete, dass die Nachfrage nach dieser neuen Schulform sehr groß sein wird, hatte der Schulausschuss einstimmig beschlossen, bei mehr als 150 Anmeldungen auch siebenzügig zum Schuljahr 2011/2012 zu starten.

Mit dieser Ausnahmeregelung wollte die Kommune sicherstellen, dass alle Rheinberger Kinder, die angemeldet werden, auch einen Platz bekommen können. Mit dieser Festlegung sollte auch ein Signal an andere Kommunen wie Alpen gegeben werden, die sich angesichts der Gemeinschaftsschule in Rheinberg Sorgen um den Bestand ihrer eigenen Schulen machten.

Die Siebenzügigkeit macht nicht nur wegen der Anmeldezahlen Sinn. Sondern auch, weil damit zu rechnen ist, dass Kinder, die jetzt in der fünften Klasse an Haupt- und Realschule sind, diese wiederholen müssen. „Auch für diese Kinder müssen wir ja einen Platz bereit stellen“, so Giesen.

NRZ

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