Sie wollen keine Eintagsfliege sein
19.11.2008 | 18:51 Uhr 2008-11-19T18:51:24+0100LINKE. Jetzt gibt es auch in Rheinberg einen Ortsverband. Michael von Parzotka-Lipinski wurde zum Sprecher gewählt.
RHEINBERG. Aller Anfang ist schwer - das musste die Linke bei der Gründung ihres Ortsverbandes Rheinberg/Alpen erfahren. Nur ein Dutzend Gäste waren der Einladung in die "Alte Apotheke" gefolgt. "Der Aufbau braucht Zeit", meinte Sitzungsleiter Steffen Roski, Sprecher der Linken im Kreis und in Xanten.
Der Parteiaufbau solle weiter gestärkt werden, sagte Roski. Momentan liege man kreisweit bei 130 Mitgliedern. Zu den Wahlen 2009 müsse man noch mehr Enttäuschte abholen - und mehr Frauen für die Parteiarbeit gewinnen.
Die Linke wolle bei der Kommunalwahl in allen Wahlbezirken antreten und behalte sich vor, in Xanten einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. "Wir wollen keine Eintagsfliege sein", so Roski weiter.
Bei einer Enthaltung wurde der 48-jährige Michael von Parzotka-Lipinski zum Ortsverbandssprecher gewählt. In den dreiköpfigen Sprecherrat wurden Werner Obergoor, Andreas Imhof und Egon Kirchhoff berufen. Imhof erhielt auch die Unterstützung des neuen Ortsverbandes, als Kreissprecher beim Kreisparteitag am 27. November in Dinslaken anzutreten.
Mehr für die Bewohner der Reichelsiedlung tun
Am Ende wurde ein Bürgerantrag zur Reichelsiedlung verabschiedet. Den Bewohnern dort solle mindestens einmal wöchentlich eine Sprechstunde durch der Stadt angeboten werden, sagte Andreas Imhof. Vielen Bewohner fehlten Übung, Wissen und Routine im Umgang mit den Behörden. Und: Die Wohnmängel in der Siedlung müssten sofort beseitigt werden, forderte Steffen Roski: "Wenn der Investor das nicht tut, hat die Stadt die Aufgabe."
Morgen machen sich die Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Ulla Jepke in der Reichelsiedlung einen Eindruck von den Lebensbedingungen. (AF)
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