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Sie will gewinnen

20.08.2008 | 22:18 Uhr

CDU. Die designierte Nachfolgerin von Ilse Falk, Sabine Weiss, stellte sich am Dienstag bei ihren Rheinberger Parteifreunden vor.

RHEINBERG. Sie hatte sich informiert. Denn wenn einer von der rechten Rheinseite kommt, dann weiß er in der Regel nicht, dass es bei einer Veranstaltung in Rheinberg einen guten Eindruck macht, wenn man nicht nur die Rheinberger begrüßt. Sondern auch die Borther, die Orsoyer, die Budberger und, und, und. Genau das tat Sabine Weiss aber. Sie will, so die designierte CDU-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 114, zu dem auch Rheinberg gehört, die Menschen in ihrem künftigen Wahlkreis kennen lernen. Zuerst die in der eigenen Partei. Die sollen ja für sie und mit ihr Wahlkampf machen. Deshalb macht die Dinslakener Bürgermeisterin zurzeit den Zug durch die Kommunen. Am Dienstag war sie zu Gast beim CDU-Stadtverband in Rheinberg.

Den Wahlkreis direkt holen

Für viele von den rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörern im Kamper Hof sei es eben so, dass sie "die Neue" sei, griff sie die Schlagzeile der NRZ/WAZ vom vergangenen Samstag auf. Und deshalb erzählte sie von sich selbst. Von Kindheit und Jugend, vom Studium, von der Motivation, die sie in die Juristerei und in die Politik trieb: "Anwältin der Menschen zu sein". Sabine Weiss, die Wunsch- und die einzige Kandidatin des CDU-Kreisvorstandes für die Nachfolge von Ilse Falk, will gewinnen. Sie hat's in Dinslaken gezeigt, als sie eine jahrzehntelange SPD-Hochburg knackte, und auch am Dienstagabend ist klar, dass es ihr nicht um einen guten Listenplatz geht. Sondern darum, den Wahlkreis dem SPD-Mann Dr. Hans-Ulrich Krüger direkt abzunehmen. Sie verspricht eine hohe Präsenz vor Ort, ein Markenzeichen ihrer bisherigen Wahlkämpfe. Infostände seien natürlich auch wichtig, aber "gute Aktionen" wirksamer, "über die die Stadt noch zwei Wochen redet". Sabine Weiss' Zielgruppe sind nicht die alteingesessenen SPD-Wähler, wie sie sagt. Sondern die große Gruppe derjenigen, die eigentlich nicht oder nicht mehr wählen gehen wollen.

Gefragt nach ihren politischen Schwerpunkten hält es die frischgebackene 50-Jährige, die sich neben der Politik für Projekte auf den Philippinen engagiert, privat gerne liest und reist, mit dem Bundespräsidenten: ABI ist die Antwort. Das steht für Arbeit, Bildung und Integration. Aber, schränkt sie ein, die Aufgabenfelder in Berlin könne man sich ja nur wünschen. Sie sei auch für alles andere offen. Wenn's vielleicht nicht gerade die Finanzen sind... (cf)

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