Segnen kann man alles...

Sonsbeck..  Vom Auto bis zum Wohnmobil, von Inlineskates zu Fahrrädern, vom Trecker bis zum Dreieinhalb-Tonner: Am 21. Juni, dem Samstag vor den Sommerferien, segnet Günter Hoebertz, Pfarrer der Katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Sonsbeck, Fahrzeuge auf dem Schweinemarkt. „Segnungsgottesdienste aller Art sind nah bei den Menschen“, begründet Hoebertz seine Entscheidung, den Brauch der Fahrzeugsegnung wieder aufleben zu lassen. Ob Häuser, eine Parkbank, Autos oder Fahrräder: „Segnen kann man alles, das uns einen Hinweis auf die Gegenwart Gottes gibt“, sagt der Pfarrer.

Und die Segenswünsche seien in Sonsbeck da: „Gerade kurz vor der Urlaubszeit tut es Reisenden gut zu wissen, dass Gott sie überall hin begleitet“, glaubt Pfarrer Hoebertz. Schutz, das Gefühl von Sicherheit, daneben habe die Segnung mit Weihwasser aber auch noch einen weiteren Effekt: „Sie erinnert die Menschen daran, ihr Fahrzeug verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu nutzen...“

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist Günter Hoebertz inzwischen Pfarrer in Sonsbeck, sein Ziel ist es dort neue Gottesdienstformen auszuprobieren und zu etablieren. Kirche müsse sich mit den Menschen verändern. „Es gibt neue Wege, wie die Leute ihren Bezug zu Gott zum Ausdruck binrgen wollen, auch fern vom klassischen Gottesdienst“, glaubt Hoebertz.

Denkbar ist viel: von der Rosenkranzandacht bis zur Multimedia-Feier, schlichtes Totengebet oder Jazzandacht. Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr können Gläubige in der Gerebernus Kapelle ihren eigenen Gottesdienst gestalten. „Wir geben Hilfestellungen, wenn es um Texte oder den Aufbau von Gottesdiensten geht“, erklärt Pfarrer Hoebertz und betont: „Es ist wichtig, unser Leben mit der Möglichkeit eines Gottesdienstes zu verknüpfen.“ Und das geht auch online: „Wenn sich Menschen im Internet zuhause fühlen – warum nicht? Gottesdienste gehören dahin wo Menschen sind.“