Schließungen von Bankfilialen sind rund um Rheinberg kein Thema

Auch in den kommenden Jahren müssen die Kunden am Niederrhein auf den gewohnten Service ihrer Bankfilialen nicht verzichten.
Auch in den kommenden Jahren müssen die Kunden am Niederrhein auf den gewohnten Service ihrer Bankfilialen nicht verzichten.
Foto: fotoagentur-ruhr
Was wir bereits wissen
Sparkasse am Niederrhein und Volksbank Niederrhein wollen in den kommenden Jahren keine Filialen zwischen Rheinberg und Xanten dicht machen.

Am Niederrhein..  Die 28 Filialen der Sparkasse am Niederrhein und 19 Filialen der Volksbank Niederrhein in der Region bleiben unangetastet. Die von der Sparkasse Duisburg angekündigten Zweigstellenschließungen, mit dem sich die Bank von fast der Hälfte ihrer Filialen trennt und auch Hiobsbotschaften der Deutschen Bank, die ihr Filialnetz ebenfalls ausdünnen wollen, stehen hier nicht zur Debatte.

„Wir haben bereits 2009 einen solchen Konsolidierungsschritt gemacht“, sagt Jörg Zimmer, Pressesprecher der Sparkasse am Niederrhein. Damals waren zwölf der 40 Zweigstellen im Geschäftsbereich Rheinberg, Xanten, Sonsbeck, Alpen, Moers und Neukirchen-Vluyn geschlossen worden. „Das war die Weichenstellung für die Zukunft“, sagt er und betont, dass es damals keine Entlassungen gab. Die Mitarbeiter seien auf aufnehmende Stellen in den anderen Filialen verteilt worden: „Wir haben Flyer an die Kunden ausgegeben, wo sie in Zukunft ihre bekannten Gesichter der Bankangestellten wiederfinden.“

Auch die Volksbank Niederrhein hat in der Zukunft keine Filialschließungen geplant: „Obwohl unsere Mitglieder und Kunden zunehmend unsere digitalen Angebote nutzen, sehen wir in unserem engen und flächendeckenden Geschäftsstellennetz ein wesentliches Fundament unserer Bank“, sagt Guido Lohmann, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Niederrhein, auf Anfrage. Rund die Hälfte der mehr als 70 000 Kunden, welche seine Bank in Sonsbeck, Alpen, Xanten, Moers, Rheinberg, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn hat, nutzen bereits das Online-Banking.

Auch bei der Sparkasse am Niederrhein nutzen von 157 000 Kunden bereits rund 45 000 das Bankangebot im Internet. „Unsere älteste Online-Banking-Kundin ist 102 Jahre alt“, verrät Jörg Zimmer. Die betagte Dame nutzt bereits seit acht Jahren die Möglichkeit, Überweisungen im Netz zu tätigen.

Nicht alles geht jedoch über das Internet. Um Geld abzuholen oder einzuzahlen, müssen die Kunden nach wie vor zum Geldautomaten. 21 Orte, um Bares abzuholen, bietet die Volksbank im Verbreitungsgebiet, 37 die Sparkasse.

Viele Kunden nutzen außerdem gerne mehrere Kanäle, um ihre Geldangelegenheiten zu regeln: „Die drei Optionen unseres Multi-Channel-Banking, Telefon, Filiale und Internet, werden von unseren Kunden geschätzt“, beschreibt Kurt Kröll, Pressesprecher der Volksbank, das Kundenverhalten. Auch wer sich persönlich beraten lassen möchte, findet unter den rund 300 Mitarbeitern der Volksbank und 760 Angestellten der Sparkasse vor Ort noch genug Ansprechpartner für ein persönliches Gespräch.