Schlagerzeit mit Ross Anthony

Ross Anthony stand in Menzelen im Mittelpunkt.
Ross Anthony stand in Menzelen im Mittelpunkt.
Foto: Florie
Was wir bereits wissen
Die Band Aischzeit und Ross Anthony brachten bei der 12. Menzelener Schlagernacht das Zelt zum Tanzen. Moderator Marc Torke führte durch den Abend. Rund 700 Besucher feierten mit.

Alpen-Menzelen.. Schon früh am Abend füllte sich das Festzelt nahe der Gaststätte „Am Wippött“. „Wir rechnen mit 700 Besuchern“, freute sich der Vorsitzende des Festausschusses der Bürgerschützen Menzelen, Stefan Heistermann, auf einen ausgelassenen Abend. „Das ist ein Magnet für viele Leute“, sagte Dominik Waldermann. Und die Alpenerin Petra Retz war mit Freundinnen aus Sonsbeck und Xanten vor Ort: „Ich muss morgen in den Frühdienst, aber vorher feiern geht immer.“ Durch den Abend führte wieder Moderator Marc Torke: „Das ist jetzt das achte Mal für mich. Was die hier auf die Beine stellen – und ganz Menzelen ist auf den Beinen – ist schon beachtlich.“ Und animierte das Publikum kurz vor dem Auftritt von Ross Anthony. „Er kann uns schon hören....“

Bevor es aber soweit war, hatten die bayrischen Partyrocker von „Aischzeit“ das Vergnügen, mit einer Mischung aus bajuwarischen Schunkelliedern, Popsongs wie „What´s up“, echten, gradlinigem Rock wie „Gimme all your lovin“ von ZZ Top und Kracher wie „Viva Colonia“ für Feierstimmung zu sorgen. Dazu bewegten auch Bürgermeister Thomas Ahls und einige Mitglieder aus der CDU-Fraktion ihre Hüften. „Ich bin nur wegen meiner Frau hier – die ist eine echte Partylöwin.“ Und der Menzelener Ortsvorsteher Edgar Giesen ergänzte: „Für Menzelen ist das ein Aushängeschild - so wird der Verein bekannt. Und so kann man Menzelener dafür begeistern, hier zu sein.“

Nach dem ersten Konzertblock strömten dann die Fans nach vorne an die Bühne, um Ross Anthony zu sehen. Petra Bartels war sogar aus Hannover angereist: „Morgen ist Fanwanderung mit Ross in Siegburg, und da wollte ich das Schöne mit dem Nützlichen verbinden“, verriet die 44-jährige.

Ross Anthony bereitete sich derweil im Obergeschoss des „Wippött“ auf seinen Auftritt vor, ließ sich mit einer kleinen Frauendelegation fotografieren. Und erläuterte, warum ein TV-Star mit Millionenpublikum bei einem niederrheinischen Dorffest auftritt. „Das hat bei mir mit Scheunenfesten angefangen“, erinnerte er an den ersten Auftritt in Worpswede. Man komme so halt „den Leuten sehr nah und sieht, wie glücklich sie sind.“

Dazu nutzte Anthony, der seit zweieinhalb Jahren mit Schlagermusik Erfolge feiert, dann eine Dreiviertelstunde lang mit Musik-Playback die Chance. Dabei nahm er immer wieder den Kontakt zum Menzelener Publikum direkt vor ihm auf, machte von der jubelnden Menge ein Selfie, flirtete mit den Frauen der ersten Reihe. Musikalisch bot er ein Potpourri aus alten Schlagern wie „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, „Rote Lippen soll man küssen“ oder passend für einen gebürtigen Briten - Do you speak English“ . Dazu präsentierte er 80er-Jahre-Songs wie Never gonna give you up“ von Rick Astley- und seine eigenen Lieder wie „Fieber“, „Kettenkarussell“ und „Goldene Pferde“.

Nach dem Konzert genoss der Sänger die Aufmerksamkeit der Zuschauer, machte mit einigen Gästen minutenlang Selfies und verteilte ausgiebig Autogrammkarten – bis Aischzeit dann den Rest der Nacht mit ihrer Musik rocken durfte.