Sanierung beim DLB in Rheinberg

Beim Dienstleistungsbetrieb Rheinberg wird im Moment umgebaut.
Beim Dienstleistungsbetrieb Rheinberg wird im Moment umgebaut.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Beseitigung von Bergschäden wurde dazu genutzt, auch den Umkleide- und Sanitärbereich auf den neuesten Stand zu bringen.

Rheinberg..  So ist das eben, wenn man in einer Kohleabbauregion lebt: Da sind Bergschäden alles andere als ungewöhnlich. Und natürlich machen solche Ereignisse auch nicht vor öffentlichen Gebäuden halt.

„Wir hatten schon immer Bergschäden“, erzählt Holger Beck, Leiter des Dienstleistungsbetriebs (DLB) an der Bahnhofstraße. „Das betrifft sowohl unsere Halle als auch die Gebäude.“ Aber, und da lobt Beck den Verursacher: „Der Bergbau, also die DSK, hat immer gut dagegen gearbeitet und auch kurzfristig reagiert. Zuletzt waren die Schäden jedoch heftiger als erwartet.“

An der Dusche war die „Rückwand extrem nass, die Umkleide musste komplett saniert werden, in den Wänden der Umkleideräume waren nicht nur Risse, sondern sie mussten bis auf die Grundmauern abgerissen werden“, so Beck. Zum Glück habe die DSK gesagt, dass man mit kleinen Maßnahmen nicht mehr weiterkomme.

Das war dem DLB gar nicht so unlieb. Beck: „Wir haben die Chance ergriffen, etwas grundlegend bei uns zu ändern.“ Auch diese Zusammenarbeit mit der DSK laufe sehr gut. „Wir müssen uns zwar an den über die reinen Bergschäden hinausgehenden Kosten beteiligen, aber dafür wird dann in einigen Bereichen auch alles neu gemacht.“

1997 gab es den vorerst letzten Umbau des Baubetriebshofs, 1998 war er fertig. Ein Jahr später wurde nebenan auf dem Gelände die Halle fertig. Als der DLB 2003 gegründet wurde, musste mehr Büroraum geschaffen werden. Beck: „Wir haben damals neue Aufgaben bekommen mit Kanal, Kehren und Beleuchtung – da braucht man mehr Platz.“

Der DLB-Anteil am Umbau liegt nach Schätzung von Beck bei 20 000 bis 25 000 Euro. „Baustellen wachsen ja immer.“ Einige Arbeiten wie zum Beispiel die Installation wurden teilweise selbst erledigt. Um die Kosten der Sanierung im Rahmen zu halten, hat man sich gegen eine aufwendige Containerlösung für die Übergangszeit entschieden, sondern wollte Raum für Raum sanieren. „Aber dann musste der ganze Putz runter, die Trocknungszeiten für den neuen kamen hinzu“, beschreibt Beck die Widrigkeiten, die beim Umbau im Bestand auftreten können. Deswegen mussten die Spinde der Mitarbeiter im Pausenraum untergebracht werden, an dessen Rückseite ein Übergang zu einem aufgestellten Duschcontainer geschaffen wurde.

Wenn der Container wieder abgeräumt werden kann, weil die Arbeiten beendet sind, werden es die DLB-Mitarbeiter etwas komfortabler haben. Beck: „Statt bisher vier Duschen werden wird dann sechs haben. Dann müssen die Mitarbeiter nicht Schlange stehen.“

Im November 2014 wurde mit den ersten Vorbereitungen für den Umbau begonnen. Der DLB-Leiter rechnet damit, dass es noch maximal zwei Wochen bis zum Abschluss dauern wird.