Rheinbergs Schüler bleiben meist in Rheinberg

Das Amplonius-Gymnasium
Das Amplonius-Gymnasium
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nur 13 Prozent der Viertklässler wechseln nach den Sommerferien zu einer Schulen in einem anderen Ort.

Rheinberg..  Sicherlich liegt es nicht nur an der guten Erreichbarkeit der Schulen vor Ort, sondern zum weitaus überwiegendend Teil am pädagogischen Angebot: Von den 286 Schülern, die die 4. Klasse an einer der sechs Grundschulen verlassen, gehen lediglich 38 nicht auf eine der beiden weiterführenden Schulen in Rheinberg. An das Amplonius-Gymnasium zieht es 117 Schüler, ein paar mehr, nämlich 131, wechseln nach den Sommerferien an die Europaschule.

Natürlich könnten im einen oder anderen Fall auch geographische Überlegungen eine Rolle spielen. Dass ein Schüler mit Hauptschulempfehlung von der Gemeinschaftsgrundschule Millingen an die Sekundarschule Alpen wechselt, liegt zumindest räumlich nahe. Ähnliches, vielleicht auch eine gute Verkehrsanbindung, könnte für Budberger und Orsoyer gelten, die sich zum Gymnasium Rheinkamp orientieren. Eine nur noch untergeordnete Rolle spielt die Unesco-Gesamtschule Kamp-Lintfort: Lediglich drei Schüler aus Rheinberg wechseln an diese Schule in der Nachbarstadt.

„Übergang in andere Städte gebremst“

Im Schulausschuss war man ob der präsentierten Zahlen größtenteils zufrieden. „Der Übergang zu anderen Städten ist deutlich gebremst“, freute sich Karin Winkel (SPD). „87 Prozent der Schüler bleiben hier. Das ist absolut positiv.“ Auch Herbert Becker (FDP) nannte Konfession oder die Möglichkeit zur dualen Ausbildung als Gründe, weswegen Rheinberger nicht zu Schulen in der Stadt gingen und war erfreut. „Früher war Kamp-Lintfort das Problem. Das ist eine erfreuliche Entwicklung für das Angebot, das wir hier in der Stadt haben.“

Fritz Ettwig (Grüne) sah eine „Bestätigung des positiven Trends“. Und der Ausschussvorsitzende Dietmar Heyde (Grüne) lobte die Entwicklung der Gemeinschaftsschule in Rheinberg. „Die Europaschule gibt es jetzt im vierten Jahr. Wir können von einer klaren Tendenz sprechen bei einer geringeren Abwanderung.“