Rheinberger Freibad profitiert vom Juli

Underberg Freibad Rheinberg
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Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Bis jetzt wurden im Underberg-Bad schon rund 10 600 Besucher gezählt. Das sind fast so viele wie im Vorjahresmonat insgesamt. Stadt hofft weiter auf gutes Wetter

Rheinberg..  Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen, in denen der Erhalt der Freibäder gefährdet ist, steht eine Schließung des Underberg-Bads nicht zur Debatte. „Wir sind froh, dass wir das Bad haben und es wird gern von Familien, nicht nur aus Rheinberg, genutzt“, sagt Frank Meyer, Leiter des Fachbereichs Jugend, Soziales und Sport der Stadt Rheinberg. „Es ist als klassisches Familienbad ein Anziehungspunkt auch für viele Familien aus dem Umland“. Will heißen: Von möglichen Freibadschließungen im Umfeld profitiert das Underberg-Bad. „Am heißen Wochenende habe ich auf dem Parkplatz Autos aus dem halben Ruhrgebiet gesehen“, so Meyer. „Das ist für uns natürlich gut.“

Trotzdem gehen die Sparbemühungen der Stadt an den Bädern nicht vorbei. Bereits 2013 wurde im Haushaltssicherungskonzept festgelegt, dass die Stadt bis 2020 das Gesamtdefizit bei den Bädern um 250000 Euro senken muss. „Momentan haben wir im Bereich der Bäder ein jährliches Defizit von 1,3 Millionen Euro“, sagt Bürgermeister Hans-Theo Mennicken. „Die Bäder stehen bei uns immer auf der Tagesordnung. Eine Arbeitsgruppe und der Sportausschuss beschäftigen sich regelmäßig mit möglichen Konzepten, wie das Defizit gesenkt werden kann.“ So seien in diesem und im vergangenen Jahr schon kleinere Maßnahmen unter anderem in Personalbereich durchgeführt worden, was die Besucher auch schon zu spüren bekommen haben. Auch die Öffnungszeiten wurden vor einiger Zeit schon angeglichen.

Unterstützung durch die DLRG

„Es kann immer mal wieder vorkommen, dass das Underberg-Freibad wegen schlechten Wetters, technischer oder personeller Probleme mal später oder auch gar nicht öffnet“, sagt Frank Meyer. „Aber wir sind froh, dass wir durch die Unterstützung der DLRG unser Personal in der Freibadsaison entlasten, das ist schon eine große Hilfe.“ Der bisher eher durchwachsene Sommer hat dem Freibad nicht die gewünschten Besucherzahlen beschert. „Bis Ende Juni hatten wir kaum Besucher“, sagt Stefanie Kaleita, die bei der Stadt unter anderem für die Bäderverwaltung zuständig ist. „Aber die enorm heißen Temperaturen Anfang Juli haben die Besucherzahl natürlich nach oben schießen lassen.“ Insgesamt hätten bis jetzt im Juli fast 10 600 Besucher den Weg ins Bad gefunden, das sind immerhin fast so viele wie im Juli 2014 insgesamt. Es ist also noch Luft nach oben. Konkrete Ideen, wie im Bäderbereich wieder etwas Geld in die Kassen der Stadt gespült wird, konnten die Verantwortlichen bis jetzt nicht nennen. „Früher hatten wir im Underberg- Bad regelmäßig eine Beach-Party,“ erinnert sich Frank Meyer. „aber auch die ist dem Haushaltssicherungskonzept zum Opfer gefallen.“ Denn eine solche Party, so Meyer, müsse finanziert werden. Es bestünde ein großes Risiko, wenn dann zum Beispiel schlechtes Wetter sei und die Party dadurch ein großes Minusgeschäft darstelle. Wie die Reduzierung des Defizites im Bäderbereich aussehen soll, wird die Zukunft zeigen. „Eine Schließung des Underberg-Freibads ist aber seit 2013 vom Tisch“, betont Hans-Theo Mennicken.