Rheinberg rockt

Die Gruppe „Skip Direction“ trat im Punto auf.
Die Gruppe „Skip Direction“ trat im Punto auf.
Foto: MARC ALBERS
Was wir bereits wissen
Zehn Bands in zehn Lokalen – auch die 6. Enni Night of the Bands war ein riesiger Erfolg. Bis in den frühen Morgen feierten die Musikfans in den Rheinberger Kneipen. Rund 1500 Musikfans waren dabei

Rheinberg..  Ein riesiger Erfolg war die Enni Night of the Bands am Samstag. Zehn Bands in zehn verschiedenen Lokalen bewiesen dem Publikum, wie gut die Stimmung in Rheinberg sein kann. Adam Ruta vom Veranstalter Gastro Event war zufrieden: „Es hat viel Spaß gemacht, die Stimmung war gut und das Wetter war auch perfekt.“ Obwohl es an der Abendkasse noch genügend Karten gab, lief schon der Vorverkauf hervorragend. „Im nächsten Jahr werden wir im Vorfeld auf jeden Fall mehr Karten zur Verfügung stellen“, versprach Adam Ruta. „Wir haben noch nicht alles durchgezählt, aber ich schätze, dass rund 1500 Musikfans da waren.“

Lange Schlangen vor der Kneipe

Der Startschuss der Bandnacht fiel um 19 Uhr im Schwarzen Adler in Vierbaum. Dass die Band „Powerage“ gute Musik im Stile von AC/DC versprach, zeigte sich schon an der langen Schlange. Demnach war der Raum bereits nach wenigen Minuten proppevoll. Nicht nur optisch, sondern auch stimmlich zeigte Powerage, dass sie ihrer Lieblingsband in nichts nachsteht. Auch dem Publikum schien es gefallen zu haben, denn es rockte ordentlich mit.

Adam Ruta hatte für die Gäste der Bandnacht einen Partyfahrplan ausgetüftelt – und so konnte man nach dem Schwarzen Adler mit dem Shuttle-Bus weiter ins Bürgerhaus Budberg fahren.

Dort erwartete die Besucher die Band „Insideout“ mit ihren Songs von Rock, Pop über Funk bis hin zu Soul. Sänger Mark „Stocki“ Stockums begrüßte die Gäste im gut gefüllten Bürgerhaus und versprach: „Macht euch auf einiges gefasst.“ Die Band stimmte gleich den Klassiker „Let me Entertain you“ von Robbie Williams ein. Recht hatte er, denn die Zuhörer ließen sich sofort mitreißen.

Um 19.30 Uhr ging es auch im Jugendzentrum Zuff rund. Dort spielte die Reggae-Formation Jah Culture und kam gut an, wie auch Michaela Stadie fand: „Ich habe schon lange kein Reggae mehr gehört, umso schöner finde ich es, bei der Bandnacht mal neue, verschiedene Musikrichtungen zu hören. Von allem etwas.“ Auch sie hatte sich einen Plan zurechtgelegt und so ging es nach dem Zuff direkt weiter.

Mal etwas ganz anderes zu hören gab es im Hotel Rheintor mit der Band „Ballroom Rockets“. Sie spielte Rock n’ Roll und Rockabilly. Musik zum Tanzen gab es auch in der „Alten Apotheke“. Dort spielte „The Lucky Ones“ bekannte Oldies.

Rock und Pop

Ab 21 Uhr stieg dann auch das „Pio’s“ mit „Migenda“, das „VoKato“ mit „Granufunk“ und das „Punto“ mit „Skip Direction“ in die Bandnacht ein. Später folgten dann auch die „Schopsbröck“ mit „Take Two“ und ihren Oldies und Rockklassikern, der „Kamper Hof“ mit der Band „Rocksofa“, die den Abschluss mit ihren Hits aus Rock und Pop bildete. Alle Lokale waren zu Fuß erreichbar. „So konnten die Besucher zwischen den Lokalen hin und her pendeln“, erzählte Adam Ruta. „Migenda“ sorgte mit Oldies und Rockklassikern für Stimmung, im Punto waren es Skip Direction, die den vollen Saal zum Kochen brachten. Mit bekannten Chart-Hits und der richtigen Mischung aus Spaß und Witz auf der Bühne riss die Band aus Kleve und Emmerich die Zuschauer mit, wie Dieter Timmermann: „Ich finde die Band klasse und habe sie mir auch im vergangenen Jahr angeschaut. Ich werde auch nächstes Jahr wieder kommen.“ Der Dinslakener hofft: „Vielleicht kann ich auch mal mit meiner Band hier spielen.“ Im VoKato dagegen überzeugte „Granufunk“. Die Band rund um Sänger Frank Hentschel ist, wie sie selbst sagt, das ultimative Mittel gegen Tanzschwäche. „Wir spielen oft in Rheinberg und Umgebung und kommen immer wieder gerne hier hin“, betont Sänger Frank Hentschel.

In Originalbesetzung

Die Band aus Köln und Duisburg spielt seit über zehn Jahren nahezu in Originalbesetzung zusammen und freut sich immer wieder darauf, Gast bei der Bandnacht zu sein. „Das Publikum hier ist sehr dankbar für Live-Musik. Es kommt immer etwas zurück.“ Zudem lobt er die Arbeit des Veranstalters. „Ich finde generell das Konzept der Kneipen-Festivals gut, aber gerade hier ist es sehr gut organisiert.“ Er hofft auf eine Neuauflage im kommenden Jahr. „Wenn wir dürfen, kommen wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder.“

Auch Adam Ruta freut sich über die positive Resonanz. „Ich bin glücklich, dass alles so gut geklappt hat und sich die Musiker wohl gefühlt haben.“