Rheinberg radelt vier Mal um die Erde

Nicole Weber F. Santos  begrüßte Stadtradel-Botschafter Rainer Fumpfei in Rheinberg.
Nicole Weber F. Santos begrüßte Stadtradel-Botschafter Rainer Fumpfei in Rheinberg.
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Was wir bereits wissen
Beim Stadtradeln legten die Teilnehmer in Rheinberg insgesamt 169 523 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. So wurden über 24 Tonnen CO2 eingespart

Rheinberg..  In drei Wochen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen und dadurch viel CO2 einsparen – das ist Sinn und Ziel des Stadtradelns. Die Bilanz in Rheinberg: 1 690 Radler, davon sieben Mitglieder der Verwaltung, legten insgesamt 169 523 Kilometer mit dem Fahrrad zurück, umradelten somit also gut vier Mal die Erde und vermieden dabei über 24 Tonnen CO2. An das Vorjahresergebnis (2066 Radler legten 2014 insgesamt 215 954 Kilometer zurück) konnten die Teilnehmer in diesem Jahr zwar nicht anknüpfen, bei den geradelten Kilometern pro Kopf und pro Tag liegt Rheinberg mit 5,5 Kilometern jedoch in diesem Jahr bundesweit sogar auf Platz drei. „Mit der Kilometer-Pro-Kopf-Rechnung können sich kleinere Kommunen wie Rheinberg auch mit den großen Städten messen“, sagt Nicole Weber F. Santos, Klimaschutzbeauftragte der Stadt. Wenn es nach ihr geht, soll das Ziel des Stadtradelns jedoch noch nachhaltiger sein. „Es geht darum, das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel zu etablieren“, betont die Klimaschutzbeauftragte. „Gerade bei Kurzstrecken unter vier Kilometern ist man mit dem Fahrrad sogar noch schneller als mit dem Auto unterwegs und dazu muss man kein Spitzensportler sein.“

Dass Rheinberg zu den führenden Kommunen beim Stadtradeln zählt, davon überzeugte sich am Sonntag auch der Stadtradelbotschafter Rainer Fumpfei. Der 43-jährige Berliner nahm sich extra seinen Jahresurlaub, um fünf Wochen lang teilnehmende Kommunen abzuradeln und sich vor Ort von der Resonanz zu überzeugen. „Radfahrer machen eine Stadt lebenswerter“, sagte der Botschafter. „Sie verursachen keinen Lärm und keine Abgase. Sie verbrauchen weniger Platz zum Parken als Autofahrer. Und Kinder haben Raum, auf der Straße zu spielen. Ganz nebenbei steigere ich mit dem Radfahren meine Fitness.“

300 000 Kilometer als Ziel

Dass Rheinberg auch im nächsten Jahr beim bundesweiten Wettbewerb wieder mit am Start ist, steht für Nicole Weber F. Santos außer Frage. „Wir haben uns irgendwann mal das Ziel gesetzt, die 300 000 Kilometer-Marke zu knacken und 3000 Rheinberger zu motivieren sich am Stadtradeln zu beteiligen.“ Ob das nächstes Jahr erreicht werden kann, ist zwar fraglich, dennoch sei Rheinberg in Sachen Stadtradeln eine sehr aktive Kommune. Erstmals fand in diesem Jahr ein Ortsteilwettbewerb statt. Mit 22121 Kilometern siegte hier Millingen, was vor allem der sehr aktiven Grundschule zu verdanken sei, so Weber F. Santos. Dicht gefolgt belegt mit 20708 Kilometern Annaberg den zweiten Platz. „Der Wettbewerb wurde sehr gut angenommen, denn die Menschen können sich mit ihren Ortsteilen identifizieren“, sagt die Klimaschutzbeauftragte. „Es ist natürlich noch eine zusätzliche Motivation seinen eigenen Ortsteil nach vorne zu bringen.

Die Auszeichnung der Gewinner in den einzelnen Kategorien und des Ratespiels sowie die Verlosung der Sachpreise folgt am Samstag, 20. Juni, um 14 Uhr unter dem Glasdach am Eingang des Stadthauses.