Rheinberg in Bewegung
10.06.2011 | 16:10 Uhr 2011-06-10T16:10:00+0200
Rheinberg.Rheinberg radelt - und wie. Mit den ersten Ergebnissen beim Stadtradeln ist Jens Harnack, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit im Rathaus, zufrieden.
Mehr als 5000 Kilometer haben die mittlerweile 63 Teams, in denen 270 Rheinberger vertreten sind, seit Mittwoch erradelt - für Harnack ein gutes Ergebnis. „Und die Zahl derjenigen, die sich einträgt, um mitzumachen, steigt ständig.“
Begeisterte Radler gibt es in der Stadt nämlich viele, vor allem auch solche, für die das Fahrrad nicht nur Freizeitbeschäftigung ist, sondern die viele Wege mit dem Rad zurücklegen. Wie Hans-Peter Culp. Er war lange Jahre Lehrer an der Rheinberger Realschule und ist heute an einer Gelderner Realschule tätig. Da er und sein Nachbar Karl-Heinz Kleineberg - sie wohnen an der Straße Zu den Löthwiesen - beide aus Soest kommen, war klar, dass ihr Zweierteam unter dem Namen „Die Zwei aus Soest“ an den Start geht. Und sie tun eine Menge dafür, die Kilometerbilanz der Rheinberger aufzupeppen.
Jeder sollte
mitmachen
So radelt Culp jetzt die 27 Kilometer nach Geldern mit dem Rad und nachmittags wieder zurück nach Rheinberg. Um vier in der Früh geht der Wecker, “um fünf geht’s los“, sagt er gut gelaunt. Die frische Luft am frühen morgen sei prima, „wenn ich in der Schule bin, bin ich total wach“. Vor zwei Jahren sei er auf den Geschmack gekommen, auch für den Weg zur Arbeit aufs Rad umzusteigen. Nicht regelmäßig, gibt er zu, aber sporadisch.
Das Pfingstwochenende hat begonnen und das Wetter ist für Fahrradausflüge gar nicht so verkehrt. Nicht so heiß, und wer die richtige Kleidung mitnimmt, dem macht auch der eine oder andere angekündigte Regenschauer am langen Wochenende nichts aus. In der näheren Umgebung, sagt Jens Harnack, gibt es eine Fülle von lohnenswerten Zielen. Wer nicht so weit fahren möchte, wer Kinder dabei hat, könnte zum Beispiel diese Ziele ansteuern: Abenteuerspielplatz Bönninghardt, Archäologischer Park, Elverich-Hof an der Grenze zu Wesel, Landschaftspark Nord, der Auesee.
Elke Alraun aus Alpsray findet die Stadtradeln-Aktion „super“. Sie wohnt an der Straße „Zur Alten Schule“, hier hat sich die Nachbarschaft als Team auf den Weg gemacht. Der Drahtesel, sagt Elke Alraun, sei ohnehin ihr ständiger Begleiter, bei Wind und Wetter. „Ein tolles Fortbewegungsmittel“, so ihr Urteil, das die Umwelt schone und ganz nebenbei Muskeln und Geldbeutel stärke. Sie erledigt fast alle Wege mit dem Rad, auch ihre beiden Kinder und ihr Mann - „und das nicht nur beim Stadtradeln, sondern das ganze Jahr über“. Ihr Wunsch für die aktuelle Aktion: „Ich hoffe, dass wir alle viele Kilometer sammeln.“
FDP-Ratsherr und Stadtmarketing-Vertreter Norbert Nienhaus ist ebenfalls vom Stadtradeln begeistert. Er motiviert Freunde und Bekannte per Mail: Stadtradeln sei eine tolle Aktion des Klimabündnisses, jeder sollte mitmachen um die Stadt zu Deutschlands fahrradaktivster Region zu machen.
Die Aktion Stadtradeln läuft noch bis zum 28. Juni, als Ziel hat Jens Harnack 200 000 Kilometer ausgegeben, damit sei ein Sieg Rheinbergs realistisch. Stadtradeln ist eine bundesweite Aktion, in einem bestimmten Zeitraum können sich die beteiligten Kommunen 21 Tage aussuchen, in denen sie und ihre Bürgerinnen und Bürger Kilometer erfassen. Im vergangenen Jahr wurde Rheinberg hinter München und Leipzig Dritter.
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