Rheinberg – das Bürgermeisterrennen ist eröffnet

Im September wird ein Nachfolger von Bürgermeister Hans-Theo Mennicken als neuer Rathaus-Chef gewählt.
Im September wird ein Nachfolger von Bürgermeister Hans-Theo Mennicken als neuer Rathaus-Chef gewählt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei der SPD stellt sich die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach zur Kandidatenwahl, die CDU lässt sich damit noch bis zum 20. März Zeit.

Rheinberg..  Die Wahl findet zwar erst am 13. September, eine mögliche Stichwahl am 27. September statt. Aber schon jetzt kümmert sich die SPD um den Nachfolger, besser gesagt die Nachfolgerin von Hans-Theo Mennicken als Chef der Stadtverwaltung und des Rates: Bei der Mitgliederversammlung der SPD am Donnerstag, 8. Januar, steht zwar „Wahl der Bürgermeisterkandidatin/des Bürgermeisterkandidaten“ als Punkt 10 auf der Tagesordnung und der Parteivorsitzende Jürgen Madry lässt sich noch keinen Namen entlocken, aber es gibt derzeit nur eine Bewerbung. Und im Gespräch mit der NRZ bestätigte SPD-Mitglied Rosemarie Kaltenbach, als Beigeordnete in der Verwaltung zuständig für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und den Dienstleistungsbetrieb der Stadt: „Ja, ich bin bereit, als Kandidatin anzutreten.“

Seit dem 1. Januar 2012 ist Kaltenbach als Beigeordnete in Rheinberg tätig. Die 54 Jahre alte gebürtige Meerbuscherin kam von der Stadtverwaltung Schwelm. Dass sie als Bürgermeisterin neben fachlicher Arbeit auch Repräsentationsaufgaben übernehmen muss, schreckt sie nicht: „Das ist kein Neuland für mich – ich bin bereits in Vertretung des Bürgermeisters repräsentativ tätig. Und als Beigeordnete übernehme ich auch jetzt schon einen Teil der Verwaltungsleitung. Da wäre Bürgermeisterin ein weiterer Schritt.“

Die CDU lässt sich noch Zeit

Die andere große Partei in Rheinberg, die CDU, lässt sich ein wenig mehr Zeit mit der Suche nach ihrem Kandidaten – und dessen Kür. Parteichef Ulrich Hecker: „Wir haben am 20. März eine Mitgliederversammlung und an dem Tag wählen wir.“ Bis zum 16. Februar können sich noch Interessierte dafür melden, als Bürgermeisterkandidat der CDU ins Rennen zu gehen. Hecker: „Es gibt schon welche, die wir im Auge haben. Aber darüber jetzt zu reden oder zu entscheiden, halte ich für zu früh.“ Eine Findungskommission werde die Bewerbungen prüfen und dann dem Stadtverband etwas vorschlagen. Als Kandidatenprofil sieht Hecker folgende Kriterien: „Es muss ein verwurzelter Rheinberger sein, der die Stadt kennt – und alle ihre Unartigkeiten und Artigkeiten. Bei den beiden Dezernenten, die wir haben, ist Verwaltungserfahrung nicht ganz so wichtig!“