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Karneval

Prunksitzung auf dem Fürstenberg

12.02.2012 | 18:34 Uhr
Prunksitzung auf dem Fürstenberg
Büttensitzung des Karnevalsvereins CVX in Xanten. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool

Xanten.   Der Xantener Carnevals Verein lud zur traditionellen Prunksitzung auf den Fürstenberg. Von Fledermäuse und Campern.

Comedie und Travestie - der Xantener Carnevals Verein lud zur traditionellen Prunksitzung ins Schützenhaus auf den Fürstenberg und hielt sein Publikum mit einem ausgeklügelten Showprogramm bei Laune. Eine gute Mischung aus Tanzdarbietungen, Büttenrednern und Comedian die den Saal mit gepfefferten Showprogrammen aufmischten, zeigten den Xantener Karneval von einer ganz anderen Seite.

Musikalische Darbietungen standen hoch im Kurs. So brachten auch die beiden Sonsbecker Jung’s, Matthias Broeckmann und André Gesthuysen, als Organisatoren des neuen Xantener Rundfunksenders, die B&B (Broeckmann und Brinkmann Band) mit auf die Bühne. Mit Stimmungsliedern und Spitzfindigkeiten mit Lokalkolorit erzielten die beiden einige Treffer. Als Sprecher des Verkehrswarnfunk gaben sie bekannt, dass Bürgermeister Christian Strunk volltrunken und orientierungslos und zu Fuß auf der falschen Fahrbahnseite der Karthaus gelangt sei: „Bitte nutzen sie die Straße nicht, bis seine Steffi ihn dort wieder abgeholt hat.“

Der rasende Herbert Dissen

Alfred Melters wurde von den beiden zu Joopi Heesters von Xanten ernannt. Der Grund warum Herbert Dissen mit seiner Vespa 210 Kilometer in der Stunde fahren konnte und sich damit immer knapp hinter dem BMW des darüber durchaus verdutzten Bürgermeister Strunk befand, konnte ebenfalls geklärt werden. Nach einer Sitzung in Sonsbeck wunderte sich Strunk, warum Dissen immer noch hinter ihm fuhr – Dissens Jacke hatte sich in Strunks Autotür verklemmt.

Aus dem Hit „Skandal um Rosi“ machten die Sonsbecker Jungs kurzerhand „Skandal im Partytreff“ und berichteten, dass auf der Sonsbecker Straße in Xanten nicht nur die Lampen heiß seien. Nico Stölzer erzählte als Fußballfan aus der Bütt von seinem Desaster, eine geeignete Kneipe in Xanten zu finden. Bei ehemals VIPs sei die Geriatrie, Opel bald nicht mehr da und dass der, der ein gutes Bier möchte, sich in Zukunft ins Taxi setzen müsse. Auch das Leid der Wardter ließ er nicht außer Acht und berichtete, dass dort, wo sich Nord- und Südsee küssen, in Zukunft bedrohte Rassen geschützt werden: Fledermäuse, Camper und Trunkenbolde in Lederhosen. „Dem Volke dort macht dat wohl nix, ein hoch auf unsere FZX“.

Als Comedians reizten Sammy und auch die freche Kellnerin Felicitas die Lachmuskeln der Narren. Sammy punktete mit einer Travestienummer, indem er ein männliches Mitglied des Xantener Blutwurstkomitees auf der Bühne zur adretten Sennerin umgestaltete.

Felicitas alias Ariane Petruck zog als Kellnerin mit Hang zu Musical-Hits nicht nur alle Register, sondern auch Harold Ries, dem Vorsitzenden der Xantener Kolpinger, einen kessen Slip aus der Hose. Tanzdarbietungen brachten die Kindergarde, die Rainbowsister, die große Garde, die Wüstenrosen und die „Flotten Feger“. Für musikalische Spitzen sorgten der Fanfarenzug Grün Weiß, der Bundesspielmannszug St. Victor und die Volleys.

Heike Tobies

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