Ossenberger kassiert bei Stefan Raab

Rheinberg-Ossenberg..  Ursula von der Leyen hat es Rainer Schmidt zu verdanken, dass er in der Stefan-Raab-Show „TV total“ auf dem Quiz-Stuhl landete. Natürlich nur bildlich gesprochen. Im Vorfeld der Sendung hatte er die Qualifizierungsfrage nach dem aktuellen Bundesverteidigungsminister richtig beantwortet. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten. „Der hatte auf Thomas de Maizière getippt“, erzählt Schmidt, dessen Frau in der Ossenberger Mühle einen Haus-, Garten- und Tiermarkt betreibt.

So saß er beim Spiel „Blamieren oder Kassieren“ in der Ausgabe am vergangenen Dienstag plötzlich Stefan Raab gegenüber. Und entschied das Wissensduell zur Überraschung aller mit 4:2-Punkten für sich. Denn Raab gilt als ebenso ehrgeizig wie gewitzt und kann in Sachen Allgemeinwissen oft punkten. Diesmal allerdings nicht. „Am Ende hat Raab es locker genommen und mir zum Gewinn gratuliert“, so Schmidt. Viel mehr könne er über den TV-Tausendsassa allerdings nicht sagen.

Als Titelverteidiger sitzt der 48-jährige Schmidt heute erneut auf dem Quiz-Stuhl. Unter anderem mit der Lektüre von einschlägigen Boulevard-Blättern hat er sich fit gemacht für die heutige Sendung. „Ich habe ein ganz gutes Allgemeinwissen und traue mir zu, auch die nächste Runde zu gewinnen“, sagt der Ossenberger selbstbewusst.

Moderiert wird „Blamieren oder Kassieren“ von Raabs ehemaligem „Showpraktikanten“ Elton. „Der hat mir die ganze Zeit Mut zugesprochen und war sehr nett“, erzählt Rainer Schmidt. Dabei sei er gar nicht nervös gewesen. Noch nicht mal ein bisschen.

So habe er bei der einen oder anderen Frage kühl gezockt und geantwortet, bevor Quiz-Moderator Elton die Frage zu Ende gestellt hatte. „Es hat sich ausgezahlt“, sagt Rainer Schmidt, der bei Quiz-Sendungen wie „Wer wird Millionär?“ gerne auf dem Sofa miträtselt.

Der Ossenberger verfügt schon über eine gewisse Fernseherfahrung. Bereits 1992 war er bei der Tele-5-Show „Hop oder top“ fünfmaliger Champion, ist dann aber ausgestiegen. „Sendungen, die an unterschiedlichen Tagen ausgestrahlt werden, werden oft an einem einzigen Tag aufgezeichnet“, erzählt der Familienvater. Da fühle man sich nach einem Tag mental durchaus ausgelaugt.

Das hat Rainer Schmidt allerdings nicht daran gehindert, sein Glück bei „TV total“ zu versuchen. Schon als er die Studio-Tickets für sich, seinen Sohn und dessen Schulfreunde erworben hatte, stand für ihn fest: „Ich melde mich für ,Blamieren oder Kassieren’“. Etwa zehn Kandidaten aus dem Publikum hatten sich im Vorfeld für das Duell mit Raab gemeldet. Dass Rainer Schmidt am Ende auf dem Quiz-Stuhl landete, hatte er einem Quäntchen Glück und eben Ursula von der Leyen zu verdanken.