Ossenberger Großtagespflege mit neuem Träger

Bald wieder mit Kinderleben gefüllt: Die alte Grundschule Ossenberg wird wieder Großtagespflege.
Bald wieder mit Kinderleben gefüllt: Die alte Grundschule Ossenberg wird wieder Großtagespflege.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
DRK übernimmt in Ossenberg die Kinderbetreuung in der ehemaligen Grundschule. Der Kreisverband konnte mit weitreichender Erfahrung punkten.

Rheinberg-Ossenberg..  Was lange währt, wird endlich gut? Nach der Schließung der Großtagespflege in Ossenberg war nun seit Juli letzten Jahres kein Kinderlachen in der ehemaligen katholischen Grundschule mehr zu hören. Das wird sich nun ändern. Nachdem der alte Träger, der Verein „Naseweis“, überraschend vor gut einem halben Jahr seine Pforten geschlossen hatte, ist nun ein neuer Träger gefunden.

Dass der DRK-Kreisverband Wesel heute im Jugendhilfeausschuss den Zuschlag erhalten wird, sei „nur noch Formsache“, sagt Frank Meyer, Leiter des Rheinberger Jugendamtes. Ausschlaggebende Merkmale, die für das DRK gesprochen haben, waren unter anderem die weitreichende Erfahrung in Sachen Tagespflege sowie die Anbindung an die DRK-Kindertagesstätte „Flohkiste“ in Borth. Die Entscheidung für das DRK sei aber grundsätzlich keine Entscheidung gegen die anderen Bewerber. Neben dem DRK waren auch der Caritasverband Moers-Xanten, die private Großtagespflege der Menzelener Eheleute Brunnen sowie die Sonsbecker Initiative Integratives Leben (INI) ins Rennen gegangen.

Diese sind auch zukünftig als Kooperationspartner anderer Projekte in Betracht zu ziehen. Wenn dann heute alles in trockenen Tüchern ist, wollen die Beteiligten so schnell wie möglich starten. „Eine gewisse Vorlaufzeit brauchen wir dennoch“, so Frank Meyer. „Es muss noch einiges mit dem zukünftigen Träger besprochen und organisiert werden, wie etwa die Personalfrage.“ Da die ehemalige Schule bereits als Großtagespflege genutzt wurde, fallen weder Zeit noch Geld für etwaige Umbaumaßnahmen an. Lediglich zwei der drei Gruppenräume müssten noch eingerichtet werden, da der Verein „Naseweis“ nur eine Gruppe betreute, bevor die Einrichtung geschlossen wurde.

Schwerpunkt U3-Betreuung

Fest steht schon jetzt, dass es insgesamt drei Gruppen mit je neun Kindern geben soll, wobei die U3-Betreuung als Schwerpunkt gilt. Pro Gruppe wird es zwei Betreuer geben, wobei die Größe des Personals auch davon abhängt, welcher Bedarf durch die Eltern besteht. „Viele Eltern arbeiten im Schichtdienst und brauchen eine längere Betreuung, andere wiederum holen ihre Kinder schon früher wieder ab“, so Meyer. „Der Träger wird versuchen bedarfsgerecht ein Betreuungsangebot auf die Beine zu stellen.“

Auch stehen Frank Meyer und seine Mitarbeiter mit den Eltern in Kontakt, deren Kinder unter der Trägerschaft von „Naseweis“ die Einrichtung in der ehemaligen Schule besucht haben. Zwar seien alle Kinder in andere Betreuungen vermittelt worden, doch sie haben Vorrang beim Anspruch auf einen Platz, falls sie in die Einrichtung in Ossenberg zurückkehren möchten.