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Nikolaus, komm in unser Haus

06.12.2007 | 21:18 Uhr
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ADVENT. Mitglieder der Pfarrgemeinde Veen öffnen an den vier Sonntagen vor Weihnachten wieder Fenster. Zum Auftakt das von Petra van Ravenstein.

ALPEN-VEEN. Advent heißt ja bekanntlich Ankunft. Doch wer ankommen will, der muss sich erst einmal auf den Weg machen. Wie die Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Veen, die sich am ersten Adventssonntag an der Kirche getroffen haben. "Wir wollen heute aufbrechen, um uns die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen und gemeinsam das erste Adventsfenster zu öffnen", begrüßt Cornelia Gietmann, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, die etwa 15 Teilnehmer. Die Eltern und Kinder stimmen ein Adventslied an, dann geht der Spaziergang los.

Am Sportplatz vorbei marschiert der kleine Zug ins Neubaugebiet. Alle Teilnehmer sind in dicke Jacken eingehüllt, zwei Väter mit Fackeln in der Hand bilden die Nachhut. Nach einer Viertelstunde ist das Ziel - das Haus von Petra van Ravenstein und Peter Stock am Halfmannsweg - erreicht. Auf der Auffahrt vor der Garage warten hier schon über 30 weitere Gemeindemitglieder. Die haben's sich leicht gemacht und sind direkt zum Treffpunkt gekommen.

Ein Sessel vor der Haustür

Während Hausherrin Petra van Ravenstein das mit Sternen, Kerzen und Tannenzweigen geschmückte erste Adventsfenster öffnet, singen die Gemeindemitglieder "Lasst uns froh und munter sein" und "Nikolaus, komm' in unser Haus". Das lässt sich der Nikolaus (alias Peter Stock) nicht zwei Mal sagen: Mit seinem Bischofsstab, dem roten Gewand, der Mitra und dem langen weißen Bart kommt er um die Ecke und nimmt in einem Sessel vor der Haustür Platz.

Gebannt lauschen die Kinder dem Nikolaus, der ihnen seine Geschichte erzählt: Nach dem Tod seiner Eltern hatte er zwar große Reichtümer geerbt, war jedoch immer traurig. Erst als er anfängt, seine Reichtümer mit den Armen zu teilen, geht es ihm wieder gut.

Gut geht es auch den Gemeindemitgliedern nachher in der Garage. Bei Kakao, Glühwein und Plätzchen lassen sie den Adventssonntag ausklingen. "Vor sieben Jahren hat der Pfarrgemeinderat das Adventsfenster ins Leben gerufen", berichtet Cornelia Gietmann. Seitdem spricht er jedes Jahr verschiedene Gruppen aus dem Dorf an, die dann die Adventssonntage selbstständig organisieren.

Am Sonntag, 9. Dezember, wird das zweite Adventsfenster im Rahmen des Festaktes zur 775 Jahr-Feier im Pfarrzentrum vom Pfarrgemeinderat selbst geöffnet. Am dritten Adventssonntag, 16. Dezember, ist dann der Kindergarten an der Reihe, bevor am letzten Adventssonntag Familie van Bebber und ihre Nachbarschaft an der Wolfhagenstraße die Organisation übernehmen.

MATTHIAS WENTEN

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