Nächste Woche kommen die Bagger
24.08.2007 | 03:25 Uhr 2007-08-24T03:25:10+0200KRANKENHAUS. Gebäude wird jetzt abgerissen. Konzept für Demenzkranke und Altenwohnungen.
RHEINBERG. Gerade hat sich in Rheinberg der Widerstand gegen den Abriss des alten Krankenhauses formiert, da rückt die Abrissbirne an. In der nächsten Woche, so die Mitteilung, die bei der Stadt eingegangen ist, wird die St. Josef-Krankenhaus GmbH in Moers mit dem weiteren Abbruch beginnen. Das Gebäude ist von innen bereits komplett entkernt.
Wie berichtet hatten sich Sprook- und Heimatverein sowie das Stadtmarketing zusammengetan, um mit Unterschriftenlisten und einem Einwohnerantrag den Abriss doch noch zu verhindern. "Wir haben einfach geschlafen", räumte Norbert Ricking vom Sprookverein gestern ein. Dass der öffentliche Wirbel der Sache geschadet hat, glaubt Dette Ecker, der Vorsitzende der Stadtmarketing-Steuerungsgruppe, nicht. Zuerst habe man doch im Verborgenen agiert. "Aber das hat uns doch auch nicht weiter gebracht." Im Grunde habe man mit dem Protest doch noch gar nicht angefangen, gerade erst seien die ersten Unterschriftenlisten zurückgekommen. Was Ecker befürchtet: "Dass ein großer Aufschrei durch Rheinberg geht, wenn in der nächsten Woche die Bagger da sind."
Altenwohnungen mit entsprechendem Service und Wohngruppen für Demenzkranke stehen nach Auskunft von Geschäftsführer Heinrich Röwer im Mittelpunkt des jetzt konkreter werdenden Konzepts für die Zeit nach dem Abriss. Der dürfte rund vier Wochen dauern, Baubeginn des neuen Komplexes, schätzt Röwer, könnte im Frühjahr sein. Zu Größenordnungen konnte er gestern nicht allzuviel sagen. Gerade im Bereich der Altenwohnungen gehe es um den Bedarf in Rheinberg, da stünden noch Gespräche an. (cf)
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