Nach Saufgelage: Alkoholverbot bei Karnevalszug Alpen

In Alpen gibt es neben dem Glasverbot im kommenden Jahr ein Alkoholverbot.
In Alpen gibt es neben dem Glasverbot im kommenden Jahr ein Alkoholverbot.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Organisatoren in Alpen ziehen Konsequenzen aus den Alkoholexzessen beim letzten Kinderkarnevalszug im Februar: 2016 wird es ein allgemeines Alkoholverbot geben.

Alpen.. Für die Beteiligten war der 15. Februar alles andere als ein närrischer Tag. Die DRK-Helfer mussten beim Alpener Kinderkarnevalszug mehrere extrem alkoholisierte Jugendliche betreuen, für einige blieb nur noch der Weg ins Krankenhaus. Derweil versuchten Ordnungsamt, Polizei und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf und rund um den Aldi-Parkplatz für Ordnung zu sorgen. Denn dort trafen sich rund 2000 betrunkene Jugendliche, viele davon aus Kamp-Lintfort. Sven Thiesis vom Verein zur Förderung des Alpener Kinderkarnevalsvereins hatte Konsequenzen angekündigt.

Und die wurden jetzt im Rahmen eines Gespräches mit Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst auch in die Tat umgesetzt. So wird es beim Kinderkarnevalszug im kommenden Jahr neben dem Glasverbot auch ein allgemeines Alkoholverbot geben. Zudem wird der Zugbeginn voraussichtlich vorgezogen – von 14 auf 11 Uhr. „Diese Maßnahmen halten wir für konstruktiv“, betont Ludger Funke, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Soziales und Schulen bei der Gemeinde. Möglicherweise soll auch noch der Bereich Tonträger mit in den Maßnahmenkatalog für 2016 aufgenommen werden. Denn bekanntlich hatten sich auch mehre Anwohner über die Lautstärke selbst mitgebrachter Tonträger beschwert. Die Meinung einiger, die Erwachsenen im Zug wären mit schlechtem Beispiel vorangegangen, weil sie selbst Alkohol konsumiert hätten, weist Ludger Funke zurück. „Die Disziplin im Zug war nicht zu beanstanden.“ Um die Umsetzung des Alkoholverbots zu kontrollieren, hat die Polizei bereits angekündigt, ihre Präsenz in Alpen zu erhöhen.

Zustimmung der Polizei

„Und mit dem weiteren Personal müssen wir mindestens in gleicher Stärke antreten“, so Funke. Will heißen: Auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Sicherheitsdienst werden am Tulpensonntag nächstes Jahr die Taschen der Jugendlichen kontrollieren. Zudem werden die Entwicklungen auf Facebook beobachtet, hierüber hatten sich die Jugendlichen in diesem Jahr verabredet. Die geplante Vorverlegung auf 11 Uhr stößt bei der Polizei auf Zustimmung. „Das verkürzt die Möglichkeiten des so genannten Vorglühens“, sagt Polizeisprecherin Sabine Vetter. Sie stimmt dem Alkoholverbot zu. „Wir hoffen, dass unsere Arbeit dadurch erleichtert wird.“