Nach Anfangsproblemen kommt der DLB Rheinberg mit den Mehraufgaben klar

Das Wertstoffmobil, hier in Neukirchen-Vluyn, kommt auch in Rheinberg zum Einsatz.
Das Wertstoffmobil, hier in Neukirchen-Vluyn, kommt auch in Rheinberg zum Einsatz.
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Auch die Rheinberger haben sich an die Neuerungen bei der Abfuhr durch den Dienstleistungsbetrieb gewöhnt und machen auch Verbesserungsvorschläge.

Rheinberg..  Wie nicht anders zu erwarten bei der Umstellung von einem System auf ein anderes: Am Anfang rumpelt es manchmal, läuft nicht alles glatt. Das gilt auch für den Dienstleistungsbetrieb (DLB) der Stadt Rheinberg. Er hat mit Beginn dieses Monats weitere, neue Aufgaben übernommen – zum Beispiel die Abfuhr von Bioabfall, Grünschnitt und Sperrmüll, zusätzlich auch noch das Behältermanagement für alle Entsorgungstonnen.

Das führte unter anderem zu neuen Routen bei der Fahrt der Entsorgungsfahrzeuge und damit auch zu anderen Zeiten, an denen die Tonnen geleert wurden. Einige Straßen wurden anderen Abfuhrbezirken zugeteilt, es kam dadurch zu anderen Abfuhrtagen. Nur die Bezirke für die Restmüllabfuhr und die gelben Säcke beziehungsweise Tonnen blieben unverändert.

Informationen im Abfallkalender

Das alles ist in dem parallel zur Änderung neu aufgelegten und an die Rheinberger Haushalte verteilten Abfallkalender und auf der Internetseite der Stadt Rheinberg nachzulesen. Daher gab es einige Irritationen.

Der stellvertretende DLB-Leiter Frank Rumpp bat deswegen um Verständnis. Er erklärte, dass die Einteilung des Stadtgebietes in neue Bezirke logistische Gründe hat.

Sehr erfreut ist man beim DLB darüber, dass Rheinberger Verbesserungsvorschläge an den Betrieb herangetragen haben. So lautete ein Vorschlag beispielsweise, dass eine weitere Tonne für Grünschnitt eingeführt werden könnte, ähnlich einer Wertstofftonne. Die Verwertung der Wertstoffe führe zwar zu höheren Erlösen, räumte Rumpp ein. Aber er rechnete nach: Bei vorhergesagten acht Kilo Wertstoffen pro Einwohner und 31000 Rheinbergern käme man auf insgesamt 248 Tonnen im Jahr. „Dafür müsste aber ein neues Abfuhrsystem eingeführt werden. Jede Mülltonne kostet etwa 20 Euro, sie muss regelmäßig abgefahren werden und auf jeden Haushalt käme eine neue Tonne zu. Das ist nicht wirtschaftlich!“

Wertstoffmobil sinnvoller als Tonne

Deshalb war es sinnvoller, das Wertstoffmobil einzuführen. Rumpp: „Die Mitarbeiter des Mobils kommen in die einzelnen Haushalte und holen die Wertstoffe aus der Wohnung, dem Keller oder vom Boden ab“ – ein zusätzlicher Mehrwert.

Ähnlich verhalte es sich bei einer weiteren Tonne für Grünschnitt. Der Systemaufwand zehre mögliche Einsparungen auf. Denn die Rheinberger trennten bereits seit dem vergangenen Jahrtausend Biomüll und Grünschnitt erfolgreich.