Museumstag im Haus der Geschichte in Alpen-Veen

Heinz-Gerd Giesen (links) und Anton Gietmann im Haus der Geschichte in Alpen-Veen am Museumstag
Heinz-Gerd Giesen (links) und Anton Gietmann im Haus der Geschichte in Alpen-Veen am Museumstag
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
„Museum – Gesellschaft – Zukunft“ war das Motto, in dem auch die Einrichtung in Veen mitmachte. Viele Besucher schlängelten sich durch das Haus.

Alpen-Veen..  Empfangen wurde man von einem riesigen Sprungständer. Dieser war fast so groß, wie die meisten Besucher und ließ erahnen, dass es neben der normalen Ausstellung im Haus der Veener Geschichte auch um den ortsansässigen Reitverein ging. Denn dieser feiert in diesem Jahr sein 150 jähriges Jubiläum.

Unter dem Motto „Museum – Gesellschaft – Zukunft“ machten auch die Veener beim internationalen Museumstag mit. Am Sonntag öffnete das Museum normal für alle Besucher. Zusätzlich gab es aber noch extra Programm: Ponyreiten und ein Handwerkermarkt.

Viele Besucher schlängelten sich durch das Museum, Treppen rauf, Treppen runter, von einem Raum in den nächsten. Jeder der kleinen Räume stellte verschiedene Dinge aus. Oben unter dem Dach gab es einen ganzen Raum nur für die Vereine in Veen. Jeder Verein, so auch der Reitverein, hat hier seine eigene Vitrine und stellt dort die besten, schönsten oder ältesten Stücke aus. Auffällig viele verschiedene Vereine gibt es. Hier zeigte sich, dass sich ein Dorfleben am besten durch Vereine trägt.

Aus dem Nebenraum hörte man Getuschel und Kichern. Wie kleine Schulmädchen schaute sich eine Gruppe gestandener Frauen alte Bilder der Grundschule an. Klassenfotos von damals. Einige schienen sich darauf wiederzuerkennen.

Puppenstuben, Tassen, Tische und Sachen in Miniaturformat lockten gerade die kleinen Besucher in einen schmalen, engen Gang voller Glasvitrinen. Für die Kinder kaum vorzustellen, dass man früher mit Holzspielsachen spielte, ganz ohne Technik und batteriebetriebene Geräte. An den Wänden hingen Geräte, da wurde es dem Einen oder Anderen mulmig. Geburtshilfen und chirurgische Instrumente, bei man froh sein kann, in der heutigen Zeit zu leben. Denn das schwere Eisen sah eher untauglich und unhandlich aus.

Einkaufen 1824: gar nicht so leicht

Annemarie Ricken versuchte an ihrem nachgestellten Einkaufsstand Kindern zu zeigen, wie man früher Ware gewogen, gemessen und bezahlt hat. Ganz nach dem Motto: Einkaufen 1824. Was haben Pfund, Elle und Kaffeelot zu bedeuten? Einkaufen vor der Einführung des metrischen Systems war gar nicht so leicht.

Der Reitverein Eintracht Veen hat für seine eigene Ausstellung einen zusätzlichen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Viele Fotos zeigen die Geschichte des Vereins. Turniere, Fuchsjagden und Ausflüge zieren die Wände. Den Tag über lief ein selbst gemachter Film. Zum Jubiläum gab es im April ein „schönes Festprogramm“, so der Vorsitzende Heinz-Gerd Giesen, und dieses wurde in Filmmaterial festgehalten. Besonders stolz ist der Vorsitzende auf die ältesten Stücke der Sammlung. Ein Foto und ein Wanderpreis aus dem Jahr 1925. „Einige Dinge sind aus privaten Haushalten, nur zu besonderen Anlässen werden die rausgeholt“, meint Museumsführer Wilhelm Jansen. Und solch ein besonderer Anlass ist das 150 jährige Jubiläum. Auf etwa 500 Besucher schätzte der zweite Vorsitzende des Museums, Rainer Nabbefeld den Andrang. Ein gelungener internationaler Museumstag. Auch in Veen.