Moderne Schwertkunst stieß in Alpen auf großes Interesse

Alpen..  Bis auf den letzten Platz ausgebucht war der VHS-Kurs in Moderner Schwertkunst am vergangenen Wochenende in Alpen. Der Tagesworkshop fand zum ersten Mal statt und weckte sofort großes Interesse. Insgesamt zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten von Trainer Matthias Johannes Bauer (zweiter Schwarzgurt) und Co-Trainer Jan Brockmann (Blaugurt) den sportlichen Umgang mit dem Schwert. Moderne Schwertkunst ist eine gesunde Breitensportart, die Elemente moderner Kampfsportarten mit mittelalterlichem, europäischem Schwertkampf kombiniert. Trainiert wird mit Holz- oder Kunststoff-Sportgeräten, die dem gotischen langen Schwert nachempfunden sind.

„Die Nachfrage war enorm“, freute sich Kursleiter Matthias Johannes Bauer. Denn die Schwertkampf-Interessierten kamen nicht nur vom Niederrhein, sondern auch aus Essen und sogar aus dem rund 175 Kilometer entfernten Osnabrück. „Das ist großartig, jedoch nicht ganz so ungewöhnlich, denn Moderne Schwertkunst ist hier in NRW noch ein Geheimtipp“, erklärte Bauer. Abseits einer wöchentlich trainierenden Gruppe in Kamp-Lintfort seien die nächstgelegenen Trainingsgruppen beispielsweise erst in Münster oder Osnabrück zu finden. Und so fand im Anschluss an den Kurs in Alpen, der sich an Neueinsteiger und ein wenig Fortgeschrittene gleichermaßen richtete, auch noch eine erfolgreiche Graduierungsprüfung statt.

Bauer hat Mittelalterwissenschaften studiert und zählt zu den höchstgraduierten Trainern bundesweit. Er unterrichtet Moderne Schwertkunst an mehreren Volkshochschulen am Niederrhein. Sein erklärtes Ziel für 2015: den Sport, der über den Fachverband VMSB im Deutschen Olympischen Sportbund organisiert ist, in der Region bekannter zu machen. Der nächste Tagesworkshop findet am 8. März in Rheinberg statt. Infos und Anmeldung über www.vhs-rheinberg.de.