Mit Alkoholverbot in Alpen ein Zeichen setzen

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Die Alkoholexzesse beim Kinderkarnevalszug in Alpen haben hohe Wellen geschlagen, waren auch Mittwoch noch Gesprächsthema bei unseren Lesern.

Alpen.. Die Alkoholexzesse beim Kinderkarnevalszug in Alpen haben hohe Wellen geschlagen, waren auch Mittwoch noch Gesprächsthema bei unseren Lesern. Auf unserer Internetplattform derwesten.de/alpen meldeten sich zahlreiche User. Einer davon habe „das Drama“ mit seiner Familie vor Ort beobachten können. Er kritisiert, dass Leute innerhalb des Zuges Alkohol dabei hatten und diesen „auch im Laufen und Fahren getrunken haben“. Und fragt: Ist das bei einem Kinderkarnevalszug nötig? „Kinder stehen an der Straße – und die Vorbeilaufenden greifen erst einmal zum Schnaps? Da fände ich ein Alkoholverbot schon ratsam.“

Warum sich Sven Thiesies, der Vorsitzende des AKK, über den Exzess wundert, fragt sich Dirk Runkel. „Wenn schon auf den Wagen Alkohol konsumiert wird, dann ist das doch ein klares Zeichen an die Kinder und Jugendlichen: Alkohol gehört zum Karneval dazu. Haben Sie sich ernsthaft noch nie Gedanken gemacht, auf den Wagen Alkohol zu verbieten?“ Ein User weist dabei auch auf das strikte Alkohol- und Rauchverbot bei den Zügen in Duisburg, Mülheim und Essen hin.

Ein weiterer User sieht das mangelnde Freizeitangebot als Ursache – wenn es für 2000 Bürger einer bestimmten Altersgruppe offensichtlich keine passende Festivität gebe. „Nicht Verbote und Polizei sind die Lösung, sondern ein adäquates Angebot.“ Ein Alkoholverbot halten auch andere nicht für die Lösung. „Dann werden die Jugendlichen woanders hingehen und saufen.“ Wer als Jugendlicher Alkohol wolle, der bekomme ihn auch. Außerdem könnten nicht 2000 Jugendliche auf Alkohol kontrolliert werden, dafür bräuchte man eine Hundertschaft Polizei.

Alkohol sei bei der Jugend populär, das werde sich auch mit verstärkten Kontrollen nicht ändern.