Mehr Respekt für Flüchtlinge

Am Niederrhein..  „Die Lage der Flüchtlinge, die bei dem Versuch über das Mittelmeer zu uns zu kommen, elendig ertrinken, ist mit unserem humanistischen, europäischen Wertekanon schlicht unvereinbar“, so der CDU-Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz vom Niederrhein. Florenz plädiert für eine Lösung vor Ort: „Wir müssen die Ursachen der Flüchtlingsströme an der Wurzel packen und die Verhältnisse in den von Krieg zerrütteten Herkunftsstaaten lebensfähig machen. Dies heißt aber nicht, dass wir in der Zwischenzeit tatenlos zusehen können, wie wöchentlich viele hundert Menschen vor unserer Haustür ertrinken.“

Der Christdemokrat vom Niederrhein hat immer wieder dazu aufgerufen, Werte wie Solidarität, Respekt und Menschenwürde im Alltag wieder stärker zu leben. „Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer dürfen wir daher schon aus Achtung vor uns selbst keinen Tag länger akzeptieren.“

Das italienische Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum war Anfang 2015 aus Meinungsverschiedenheiten zwischen den EU-Mitgliedstaaten über die Finanzierung und die Verteilung der Flüchtlinge eingestellt worden. Heute wird über eine gesamteuropäische Neuauflage nachgedacht. Ein Zehn-Punkte-Plan der europäischen Staats- und Regierungschefs, die sich Donnerstag zu einem Sondergipfel treffen, sieht unter anderem mehr Seenothilfe, die Vernichtung von Schleuserbooten und eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen vor.