Lemken investiert 4,5 Millionen Euro in Alpen

Hier soll ein neues Schulgebäude entstehen: Nicola Lemken (vorne) beim symbolischen Spatenstich. Dahinter, von links: Alexander Kühne, Jochen Kleemann, Anthony van der Ley, Gottfried Giesen, Karin von der Horst, Bürgermeister Thomas Ahls, Gunnar Ader, Patrick Jordans und Michael te Kaat.
Hier soll ein neues Schulgebäude entstehen: Nicola Lemken (vorne) beim symbolischen Spatenstich. Dahinter, von links: Alexander Kühne, Jochen Kleemann, Anthony van der Ley, Gottfried Giesen, Karin von der Horst, Bürgermeister Thomas Ahls, Gunnar Ader, Patrick Jordans und Michael te Kaat.
Was wir bereits wissen
Der Landwirtschaftsgerätehersteller leitete am Mittwochvormittag auf der Bönninghardt mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Bau seines neuen Schulungszentrums ein.

Alpen..  Ein klares Bekenntnis zum Standort nimmt Gestalt an: Am Mittwochvormittag gab es auf der Bönninghardt den ersten symbolischen Spatenstich für das neue Schulungszentrum von Lemken. Der Landwirtschaftsgerätehersteller investiert 4,5 Millionen Euro in die Zukunft des Unternehmens.

Gesellschafterin Nicola Lemken freute sich über „den besonderen Tag – wir bewegen die Erde nicht nur mit unseren Pflügen und Grubbern“, sondern auch mit Baumaschinen. Und es sei bereits der zweite erste Spatenstich 2015. Erst vor kurzem wurde im emsländischen Haren der Bau des neuen Feldspritzenwerks in Angriff genommen.

Die Agrofarm sei Teil des Investmetpakets der Firma, so Lemken. „Wir haben lange nach dem passenden Grundstück gesucht und dann hier am Mühlenweg etwas Passendes gefunden.“ Dass es direkt nebenan auch Ackerflächen gebe, sei „sehr gut“. Denn auf der Agrofarm werden Kunden und Nutzer der Geräte nicht nur theoretisch geschult, sondern sie können sie auch gleich im praktischen Einsatz ausprobieren. Auch die Mitarbeiter aus Service und Vertrieb von Lemken sowie die Handelspartner werden auf der Bönninghardt trainiert.

Bereits im vergangenen Jahr hat Lemken 4000 Schulungen durchgeführt. In der Agrofarm sollen es 5000 werden.

Auf dem 11 000 Quadratmeter großen Areal entsteht bis zum Mai 2016 eine 1400 Quadratmeter große Halle mit vier Abschnitten. Im Wohnhaus auf dem Gelände, das weiter genutzt wird, entstehen ein Büro, der Empfang und vier Schulungsräume, dort werden die Gäste auch verpflegt. Nicola Lemken: „Das Bauernhaus wird renoviert und in alter Pracht wieder entstehen.“ Für Nachhaltigkeit wird unter anderem mit dem Einsatz einer Holzhackschnitzelheizung gesorgt, so Lemken.

Die Handwerker werden so zum Einsatz kommen, dass der Rohbau bis zum Winter fertig ist. Dann kann in den Monaten mit schlechterer Witterung mit dem Innenausbau des Schulungszentrums weitergemacht werden.

Auch Alpens Bürgermeister Thomas Ahls freute sich über die Investition. „Wir haben praktisch das gesamte Gemeindegebiet nach einem geeigneten Standort durchforstet. Die Gespräche mit dem Kreis über das Bauvorhaben waren leider nicht ganz einfach. Ich bin sehr froh, dass sich Lemken für dieses Grundstück entschieden hat.“

Dieser Neubau beflügele indirekt auch die Entscheidung für einen Hotelneubau in der Ortsmitte Alpens. „Vor zehn Jahren haben wir mit der Dehoga über einen Hotelneubau gesprochen – damals war uns keine Chance dafür eingeräumt worden.“

Das sieht jetzt anders aus. Denn Lemken bringt seine Gäste gerne vor Ort unter.