Leaderregion Niederrhein – natürlich lebendig!

Die Förderung von Radwegen gehört auch zum Leaderprojekt.
Die Förderung von Radwegen gehört auch zum Leaderprojekt.
Was wir bereits wissen
In der Stadthalle Rheinberg wurden am Donnerstagabend die Inhalte der Bewerbung von Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten als Leaderregion präsentiert.

Alpen/Rheinberg/Sonsbeck/Xanten..  Kurz und knapp: Aus nur vier Worten besteht der Name, unter dem sich die Kommunen Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten um eine Förderung ihrer Entwicklung bewerben. „Leaderregion Niederrhein: natürlich lebendig!“ heißt der Slogan, der am Donnerstagabend vor vielen Gästen in der Rheinberger Stadthalle von Christiane Underberg präsentiert wurde.

„Es musste etwas Emotionales sein, etwas, was zu den vier Handlungsfeldern passt“, erzählte sie als Teilnehmerin in Workshops zur Bewerbung, als Mitglied der Steuerungsgruppe, in der „das Feintuning gemacht wurde“, so Underberg. „Ich habe dabei aus Interesse als Bürgerin mitgemischt.“ Sie empfindet den Slogan als überaus gelungen: „Alles, wo Leben ist, zieht die Menschen an!“

Leader: Das ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Unterstützung innovativer Aktionen mit Modellcharakter im ländlichen Raum. Dabei erarbeiten Gruppen verschiedener Menschen vor Ort Konzepte zur eigenständigen Entwicklung der Region, in der sie leben. Eben das, diese Entwicklung von unten, die jetzt in die Bewerbung als Leaderregion mündet, haben die Menschen in den vier Kommunen seit über einem Vierteljahr gemacht. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung gab es am 1. Oktober vergangenen Jahres, es folgten vier Themenworkshops, ein Aufruf, bis zum 20. November Projektideen zu entwickeln, ein Pilotworkshop mit Kindern und Jugendlichen Mitte Dezember an der Europaschule in Rheinberg und eben am Donnerstag die Abschlussveranstaltung.

Jetzt gilt es, noch die Feinarbeit an der Bewerbung so rechtzeitig zu beenden, dass sie am 16. Februar bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden kann. „Zu Karneval“, betonte Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken. Dafür, dass die Bewerbung dennoch ernstgenommen wird, sorgen unter anderem die Beiträge der Menschen: Da ging es um Ortskernentwicklung mit Klima, Energie und Umwelt, um Generationenfreundlichkeit, um Freizeit und Tourismus sowie Wirtschaftsentwicklung und Landwirtschaft.

Auch ein Leitbild wurde aus all diesen Ideen entwickelt. Auszüge: „Die Leaderregion Niederrhein ist eine lebhafte und ausgeglichene Region mit eigener Identität zwischen Metropole Ruhr und niederländischen Zentren. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft der Region, dessen ist sich die Region bewusst und handelt danach. Natur, Landschaft und Boden sind die Schätze, die wesentlichen (Wirtschafts-)Grundlagen der Region, auf der sie auch zukünftig aufbauen will.“

„Mit ein bisschen Glück und Gottes Segen werden wir es in Düsseldorf schaffen“, zeigte sich Mennicken optimistisch. „Es ist toll, dass sich so viele Menschen interessiert haben. Das wird die Region nach vorne bringen!“ Alpens Bürgermeister Thomas Ahls sprach von „einer Chance für die Region, bei der das Kirchturmsdenken ausgeklammert werden musste. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, um als Region zusammenzuwachsen“. Heiko Schmidt (Bürgermeister von Sonsbeck – die Gemeinde war federführend beim Projekt Bewerbung) freute sich über „unwahrscheinlich viele Projektideen, aus denen aber auch Erwartungen erwachsen“. Er warnte, dass nicht alle dieser Ideen umgesetzt werden können. Xantens Bürgermeister Thomas Görtz blickte nach vorn. „Glück hat nur der Tüchtige – und da haben wir ganz gute Voraussetzungen mit vielen klugen Köpfen, kreativen Ideen. Wir müssen uns mit der Bewerbung nicht verstecken!“