Lagerhalle in Sonsbeck brannte komplett aus

Die Lagerhalle brannte aus.
Die Lagerhalle brannte aus.
Foto: Guido Schulmann
Was wir bereits wissen
80 Feuerwehrleute bekämpften in der Nacht zum Dienstag das Feuer in einer Halle des Sonsbecker Emmaus-Flohmarkts. Sachschaden liegt bei etwa 300 000 Euro

Sonsbeck.. Erst dachte Reinhold Haesser, jemand erlaubt sich einen bösen Scherz mit Knall-Körpern, aber dann sah er die meterhohen Flammen aus dem Lagergebäude des Emmaus-Flohmarkts schießen. In der Nacht zum Dienstag brannte die Lagerhalle an der Alpener Straße völlig aus. Laut der Kreispolizei Wesel entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 300 000 Euro. „Von der Alarmierung bis zum Eintreffen der ersten Feuerwehrleute vergingen nur etwa drei bis vier Minuten“, berichtet Markus Lukas, Leiter der Feuerwehr Sonsbeck. Dennoch sei die Halle nicht zu retten gewesen.

Zehn Anwohner evakuiert

Die zehn Nachbarn, die unmittelbar neben der Lagerhalle wohnten, mussten sofort ihre Häuser verlassen. „Wir mussten niemanden wecken, alle waren schon wach“, berichtete Markus Lukas. Auch der Geschäftsführer des Vereins Emmaus-Gemeinschaft, Reinhold Haesser, wurde evakuiert.

Nun weiß er nicht, wie es mit seinem Haushaltswaren- und Möbel-Flohmarkt weitergehen soll. „Es sind 800 Quadratmeter verbrannt, das war unsere Lagerhalle mit allen Büchern und der Heizung“, sagt er betroffen. Dass die Flammen nicht auch noch auf das angrenzende Wohnhaus und die zweite Lagerhalle übergriffen, ist dem tatkräftigen Einsatz der gut 80 Feuerwehrleute aus Sonsbeck, Alpen und Xanten zu verdanken.

„An der Hauswand gab es eine massive Riegelstellung“, erklärt Markus Lukas von der Feuerwehr Sonsbeck. Nur mit sehr viel Löschwasser habe man das Haus retten können. „Wir haben hier jetzt zwar einen Wasserschaden im Erdgeschoss und Keller“, so Haesser, aber immerhin sei das Haus noch bewohnbar.

Unklar, was noch zu retten ist

Was in seiner Verkaufshalle noch an Gegenständen und Möbeln zu retten sei, weiß er noch nicht. „Es gab eine große Rauchentwicklung. Ich muss schauen, ob die Schränke und Möbel nicht in Mitleidenschaft gezogen sind.“ Bis auf weiteres bleibt der Emmaus-Flohmarkt, für den er seit 1985 arbeitet, geschlossen. Auch annehmen könne er derzeit keine Waren, es gäbe ja keinen Lagerplatz mehr. „Da muss erstmal eine Firma mit Schutzanzügen eine Sondermüllentsorgung machen“, sagt er. Dann könne man über einen Wiederaufbau nachdenken. Trotz der widrigen Umstände ist ihm der Humor noch nicht ganz abhanden gekommen. „Ich habe schon den ganzen Morgen mit den Kollegen von der Feuerwehr Witze gemacht“, sagt er und fügt hinzu: „Die Feuerwehr ist schwer in Ordnung.“

Unterdessen tappt die Polizei hinsichtlich der Brandursache noch vollkommen im Dunkeln. „Bis am frühen Morgen hat es dort noch gebrannt“, erklärt Sabine Vetter, Sprecherin der Kreispolizei Wesel. Die Brand-Ermittler konnten erst rein, als alles abgekühlt war. Auf die Untersuchungsergebnisse wartet man derzeit noch.

Über die aktuellen Entwicklungen beim Emmaus-Flohmarkt und eine mögliche Wiedereröffnung können sich die Kunden auf der Homepage informieren.