Konzert im Xanten mit Musik vom Barock bis zur Neuzeit

Der Dom in Xanten
Der Dom in Xanten
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zahlreiche Organisten spielten in 40 Jahren an der Seifert-Orgel im Dom.

Xanten..  40 Jahre Domorgel im Viktordom – das ist das große Thema, das im diesjährigen Konzertzyklus als Oberbegriff über allen Orgelkonzerten schwebt. Zahlreiche Organisten spielten in 40 Jahren an der Seifert-Orgel im Dom. Auch am Samstag öffneten die Organisatoren die Portale für ein abendliches Konzert. Kirchenmusiker und Chorleiter Ulrich Grimpe hatte für das Konzert eine großrahmige Palette von Orgelstücken ausgewählt. Eine Wegstrecke vom Spätbarock bis hin zur Neuzeit und wieder zurück war für die Besucher gedanklich zurück zu legen. Trefflich zeigte hier der Psalm des neuzeitlichen Komponisten Willibald Basezler in kleinen und größeren tonalen Schritten eine schier unendlich wirkende Strecke, von Anbeginn bis zum Ende auf. Ein sehr meditativ anmutender Beitrag, der mit einem Psalm von Thomas Steiger, als Wegweiser, im Programmheft unterlegt wurde. „Unter Vorzeichen des Todes steht es, sich Gott zu nähern. Nähe und Abstand im rechten Maß, danach sucht der Mensch, ein Leben lang – im Hören, Loben, im Aushalten der Ferne, in der Sehnsucht nach Verschmelzung.“ In der Gegenüberstellung wirkte das Konzertrondo von Wolfgang Amadeus Mozart recht verspielt. Das Konzertrondo in D-Dur besticht durch Reduktion und Zuführung. Eine feste Grundmelodie wird so in unterschiedlichen Varianten dargestellt und schafft eine bezaubernd fröhliche Stimmung. Anfang und Ende des Konzertes waren dem Spätbarock gewidmet. Wer sich zu Beginn des Konzertabends auf das Präludium und die Fuge in Es-Dur von Johann Sebastian Bach vollends einließ, hatte den Eindruck neben der prachtvollen Bach`schen Handschrift, von einem regelrechten Läutwerk in der Musik empfangen zu werden. Mit dem Präludium und der Fuge in H-Dur tat Grimpe schließlich einen Schritt in die Romantik. Zum Abschluss führte Grimpe die Besucher wieder zurück in den Spätbarock. Mit einer Toccata und der Fuge in E-Dur von Johann Ludwig Krebs, einem Schüler von Bach, endete das hervorragend ausgeführte Konzert. Domorganist Wolfgang Schwering stellte den Komponisten Krebs in der Einführung als gelehrigen Schüler Bachs vor. Und lud das Publikum ein, Vergleiche zu ziehen.