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Kontakt halten zu den Menschen am Niederrhein

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Alpen. Sabine Weiss kommt gerne in ihren Wahlkreis. „Ich will wissen, wie die Stimmung vor Ort ist und welche Meinung die Menschen haben“, sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete. Die Dinslakenerin will die Bodenhaftung nicht verlieren, selbst wenn sie in Berlin direkten Kontakt zum Machtzentrum hat. Schließlich gehört sie als eine der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden, zuständig für die Themen Arbeit und Soziales sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit, zum engeren Kreis um Kanzlerin Angela Merkel und Fraktionschef Volker Kauder.

Wenn sie über diesen engeren Machtkreis berichtet, hören die politischen Freunde an der Basis gespannt zu – wie jetzt in der „Burgschänke“. Dort war sie Gast bei der Alpener CDU. Die 56-jährige Juristin zeigte sich als Fan der Kanzlerin. „Sie ist in jedem Thema drin, egal was angesprochen wird“, sagte sie vor 45 Christdemokraten. „Sie kommt mit allen gut klar.“ Denn sie akzeptiere die Menschen so, wie sie seien. Zu den Menschen, mit denen sie gut klarkomme, zähle zum Beispiel Bundestrainer Joachim Löw. „Sie ist großer Fan der Fußball-Nationalmannschaft“, sagte Weiss, die bei der CDU-Mitgliederversammlung von Kassierer Karl Hofmann begrüßt worden war, weil der Vorsitzende Kurt Verhülsdonk mit Verspätung aus der Ratssitzung kam, wie auch die übrigen CDU-Ratsvertreter. „Sie erzählt schon mal, wie sie mit den Enkeln ihres Mannes Fußball spielt.“ Auch zu Vladimir Putin habe Kanzlerin einen guten Draht. „Sie telefoniert täglich mit ihm.“

Manchmal verlasse die Kanzlerin den Tisch, wenn sie einen Telefon-Termin mit dem russischen Präsidenten habe. „Ich weiß nur nicht, ob sie sich auf Russisch oder auf Deutsch unterhalten“, sagte die Referentin schmunzelnd. Denn der russische Präsident spreche Deutsch. Weiss geht davon aus, dass Merkel bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 erneut antritt: „Sie ist noch lange nicht amtsmüde.“

Nicht so gut wie die Kanzlerin kam die große Koalition mit der CSU und der SPD weg. „Diese Koalition ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen“, meinte die Referentin. Es gebe oft Krach, aber auch den Willen, die nächsten zweieinhalb Jahre mit den Sozialdemokraten zusammenzuarbeiten. „In der GroKo ist durchaus Musik drin.“

Sie sprach sich mit Blick auf die Flüchtlinge für eine Politik aus, die in den Ländern hilft, aus denen die Menschen kommen. „Wir können die Flüchtlinge nicht einfach im Mittelmeer ersaufen lassen“, sagte Weiss. Das sei mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren.

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