Kleinigkeiten auch für erwachsene Kinder

Rheinberg..  „Alles in Maßen“, lautet das Motto von Gerhard (79) und Waltraud Engels (75) in den Ostertagen. Verschenkt wird ein bisschen Süßes und ein „Schein“ an den erwachsenen Enkel. Und damit stehen sie unter den Rheinbergern nicht alleine dar. Viele Bürger finden es übertrieben, sich an Ostern groß zu beschenken. „Teilweise spielen die Leute verrückt“, findet Waltraud Engels.

„Früher gab es das nicht“, erwidert auch Christel Hake (66), als sie auf die vielen Ostergeschenke, die im Einzelhandel angeboten werden, angesprochen wird. Sie verschenkt neben Schokoladen-Hasen aber auch etwas Materielles. „Einen Pullover und ein Buch bekommt mein fünfjähriger Enkel noch“, sagt sie. Es soll ja etwas Nützliches sein.

Von zu viel Konsum an Ostern hält auch die vierfache Mutter Natalie Ali nichts: „Ostern soll ja nicht wie ein Geburtstag oder Weihnachten sein“, sagt sie und kritisiert, dass immer mehr Menschen in einen Kaufrausch verfallen. Für ihre Kinder, von denen die jüngeren noch an den Osterhasen glauben, gibt es Kleinigkeiten. Traditionen wie das gemeinsame Eierfärben, Muffinsbacken und Zeit zusammen zu verbringen seien wichtiger.

Wie immer Schoko-Eier

„Mich würde es überraschen, wenn jemand aus meiner Familie etwas Materielles verschenkt“, sagt der 37-jährige Rheinberger Daniel Assenmacher. Er und seine Frau würden für Töchterchen Hannah (3) wie immer Schoko-Eier verstecken. Materielle Geschenke findet er nicht besonders gut. Auch die 44-jährige Heike Wenzel teilt diese Meinung: „Es geht Ostern nicht um die Geschenke“. Sie feiere lieber traditionell, gehe in die Kirche und besuche die Familie, statt Geschenke auszutauschen. Für Söhnchen Till (6) gibt es etwas Süßes.

„Früher sind wir vor Ostern schon immer zu Toys R Us gefahren“, gibt hingegen Claudia Lemser (48) zu. Sie erinnert sich noch gut an die Zeit, als ihr Sohn noch klein war. Auch als Erwachsener habe der 22-Jährige in den vergangenen Jahren immer noch etwas zu Ostern bekommen. Generell seien es aber Kleinigkeiten gewesen.